HARMONIQ verfolgt das Ziel, flexible, automatisierte und vernetzte Produktionssysteme durch eine vollständige, standardisierte Beschreibung von Produktionsanlagen und deren Komponenten zu ermöglichen. Im Fokus stehen dabei insbesondere das Verhalten und der Zustand von Assets als Grundlage für digitale Zwillinge von Produktionssystemen. Diese harmonisierte Beschreibung schafft die Basis für eine ganzheitliche Datenerfassung, Echtzeitsteuerung von Produktionsprozessen sowie deren flexible Anpassungsfähigkeit.
Neben der Weiterentwicklung und Harmonisierung entsprechender Standards, wie beispielsweise Equipment Behaviour Catalogue (EBC) oder Asset Administration Shell (AAS), wird vor allem die Überführung dieser Standards in die industrielle Praxis zentraler Bestandteil von HARMONIQ sein. Im Fokus stehen dabei die Erfassung, Priorisierung und Analyse industrieller Use Cases, um die Standardisierung konsequent an den Bedarfen aus der Praxis auszurichten.
Das Projekt HARMONIQ wird über seine Laufzeit von 24 Monaten im Rahmen des Programmes WIPANO (Wissenstransfer durch Patente und Normung) durch das BMWE gefördert.
Das Projekt wurde im November 2025 gestartet. Im Jahr 2025 lag der Schwerpunkt auf dem Zusammenfinden des Konsortiums sowie dem formalen Projektanlauf. Aufbauend darauf erfolgte die Feinplanung des Projekts und die Abstimmung der weiteren Vorgehensweise bzw. Konkretisierung der Arbeitspakete. Ergänzend wurde eine erste Stakeholderanalyse durchgeführt, um die relevanten Akteure für die kommenden Projektphasen zu identifizieren.
Im Jahr 2026 wird die Projektgruppe HARMONIQ sich auf die inhaltliche Vertiefung und Umsetzung der Arbeitspakete fokussieren. Zentraler Bestandteil der Arbeit im Projekt HARMONIQ wird die Vorbereitung und der Start einer begleitenden, industriegetriebenen Projektgruppe als Teil des Technischen Programmes des prostep ivip Vereins sein. In diesem Rahmen werden industrielle Use Cases erfasst, priorisiert und detailliert analysiert werden und dienen als Referenz für die Weiterentwicklung und Harmonisierung von Standards wie EBC und AAS. Weiterhin wird im kommenden Jahr die Entwicklung eines AAS Submodel Template (SMT) für den EBC vorangetrieben.
Durch die enge Verzahnung von Forschung, Standardisierung und industrieller Praxis sowie die aktive Einbindung der prostep ivip Community wird die Grundlage für eine nachhaltige und breit anschlussfähige Nutzung der Projektergebnisse geschaffen.