Der Technical Steering Committee ist in erster Linie für die Steuerung des Technischen Programm des Vereins zuständig. Er übernimmt die wirtschaftliche und technische Gesamtverantwortung für die Leitung und Abstimmung aller technisch orientierten Arbeiten innerhalb des Vereins und entscheidet über die Einrichtung und Beendigung von Projekten sowie über deren finanzielle Förderung und über die Verwertung und Veröffentlichung der Projektergebnisse.
FAICE konnte 2024 erfolgreich gestartet werden und erarbeitete seine Vision und Mission, priorisierte realisierbare Anwendungsfälle und entwickelte erste Prototypen. Die größte Herausforderung bleibt der Zugang zu realen Daten und Experten, insbesondere von Anwenderunternehmen. Vendoren konzentrierten sich darauf, proprietäre Daten sicher nutzbar zu machen, wobei Demonstratoren mit realen Anwendungsfällen neue Möglichkeiten eröffnen. . Langfristig wird eine Umgebung, z. B. im GAIA-X-Ökosystem, angestrebt.
In CDT lag der Fokus auf der Entwicklung detaillierter User Journeys für kollaborative Digitale Zwillinge und Configuration Change Management. Ein Glossar wurde erstellt und den Anwendern bereitgestellt. Vendoren entwickelten das Konzept der CDT-ready IT-Architekturen, und das CDT Implementors Lab startete zur Umsetzung von IT-Architektur und User Journeys mit realen Demonstratoren. Die größte Herausforderung bleibt die inhaltliche Komplexität des Projekts, wobei mit der Integration der Engineering-X-Idee neue Mitglieder gewonnen wurden, deren Anforderungen nun eingebunden werden müssen.
Ein zentrales Ergebnis der SmartSE Projektgruppe war das White Paper „Guard Rails for Simulation Credibility Standards and Recommendation“, das ein Rahmenwerk zur besseren Integration numerischer Simulationen in Entscheidungsprozesse beschreibt. Zudem wurde das V-Modell um Konzept-, Betriebs-, Wartungs- und Recycling-Phasen erweitert. Venoren fokussierten sich auf die Pilotierung von Use Cases zur Demonstration der Standards und Methoden, insbesondere für die Interoperabilität von FMI 3.0, SSP und SysML. Der Übergang von Phase 5 zu Phase 6 stellte eine zentrale Herausforderung dar, da neue Erkenntnisse integriert und mit den Partner abgestimmt werden mussten.
Digital Engineering ermöglicht unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, wodurch die Produktentwicklung optimiert sowie Kosten reduziert werden können. Ünterstützt durch GfSE, VDA und prostep ivip entwickelt das Verbandsübergreifende CASCaDE-Projektteam eine standardisierte Lösung für den Digital Thread, basierend auf offenen Ontologien und bestehenden Standards wie DDP, SpecIF und MoSSEC AP243. 2024 wurden unter anderem die Harmonisierung von Standards, die Vorstellung eines ersten Entwurfs zum „Request for Proposal“ (RFP) bei der OMG (erster Schritt auf dem Weg zu einem OMG Standard) und die finale Genehmigung der CASCaDE RFP, mit weiterer Industrieeinbindung ab 2025 erreicht.
Abgeschlossen werden konnten die Projekte 3D MDM @ Cloud, und PSMS. Wobei 3D MDM seine Anwendungsfäle und Ergebnisse an das CDT Projekt übergab. PSMS finalisierte die zweite Version der Recommendation die Anfang 2025 zum Review vorliegt.
Im Jahr 2025 wird der TSC verschiedene neue Themen adressieren. Bereits ende 2024 wurde ein erstes Budget für das Aufsetzen einer SysML V2 Projektgruppe freigegeben. Weiterhin gibt es vielversprechende Förderanträge rund um das Thema Produktion und AI in denen eine Beteiligung von prostep ivip angestrebt wird um das Technische Programm zu bereichern.
Auch zum Thema virtuelle Homologation, und Software Defines Vehicle wird es Projektvorschläge geben, die es in 2025 anzuschieben gilt.
Im CASCaDE Projekt stehen in 2025 der nächste Meilenstein an, und zwar die Einreichung einer Spezifikation des CASCaDE Standards. Diese ist für Ende des 3. Quartals angestrebt.
Das Collaborative Digital Twins Projekt setzt einen Demonstrator auf, um die erarbeiteten Konzepte auch greifbar darzustellen.
Das technische Programm wird sich weiterhin an den strategischen Zielen des Vereins orientieren und neue Themen identifizieren und aufgreifen.
"Die Herausforderung besteht, mit dem Technischen Programm am Puls der Zeit zu bleiben, und die Inhalte der Projekte bedarfsgerecht anzupassen und ggf. auch bestehende Themen zu überdenken, um das Interesse der Mitglieder an der Mitarbeit hoch zu halten. "