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White Paper JT in der Anwendung

Format: ZIP-Datei

Sprache: DE & EN
Erscheinungsdatum: 9. 2009

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Projektgruppe: JT

Entscheidungshilfen zum Einsatz von JT in der Praxis
ab 1 73,00 € Inkl. 19,00% MwSt.

Abstract

CAD ist – um es neudeutsch zu sagen – zur Commodity geworden. Es ist selbstverständlich, dass sich Konstruktion und Design auf Autorensysteme stützen, die ein realitätsnahes Modell des zu entwickelnden Produktes auf dem Bild-schirm – oder der Powerwall – entstehen lassen, das jeder begreift. Das Modell ist aber nicht nur besser zu verstehen. Es gestattet die Anwendung digitaler Methoden für Validierung, Test und Qualitätssicherung, wo vorher physikalische Prototypen zwingend erforderlich waren. Mit dem Nutzen ist der Appetit gewachsen, und es haben ganz neue Bereiche Appetit bekommen, die sich früher nie für technische Details interessiert haben. War die technische Zeichnung ausschließlich für Eingeweihte, für Konstrukteure, für Menschen mit Spezialausbildung und „räumlichem Vorstellungsvermögen“ zu lesen, so kann das 3D-Modell jedermann auf vielfältige Weise dienen.

Gleichzeitig ist ein enormer Bedarf gewachsen, diese Möglichkeit zu nutzen. Theoretisch – und technisch – gibt es kaum eine Aufgabe, die nicht bereits mithilfe des virtuellen Produktmodells zu lösen ist. Theoretisch gibt es deshalb kaum einen Bereich im modernen Fertigungsunternehmen und darüber hinaus, der nicht Zugriff auch auf die 3D-Modelle aus der Produktentwicklung haben sollte. Praktisch steht dem allerdings noch Einiges im Wege.

Wenn wir die zentralen Hindernisse beim Namen nennen wollen, heißen sie: CAD-Systeme verlangen zuviel Spezialwissen, als dass sie überall zum Einsatz kommen können; sie sind zu teuer dafür; die exakten Daten von Geometrie und Produktstruktur sind in ihren Originalformaten zu groß und für etliche Aufgabenstellungen wenig geeignet; für viele Zwecke ist ihre Handhabung zu umständlich und der Aufwand zu hoch, sie in das jeweils benötigte Format zu konvertieren. Und neben der reinen Geometrie enthalten sie auch Know-how, das gar nicht ausgetauscht werden soll.

Solche Hindernisse haben einerseits dazu geführt, dass viele Nutzeffekte der CAx-Technologien noch nicht in dem Maß zum Tragen gekommen sind, wie dies aus Sicht der Prozesse, der Kosten und der Qualität der Arbeitsergebnisse eigentlich sinnvoll wäre. Das ist das Manko. Andererseits haben sie aber auch dazu geführt, dass Alternativen entstanden sind, die der Industrie erlauben, den Hindernissen aus dem Weg zu gehen. Das ist das Positive. Eine dieser Alternativen heißt JT (Jupiter Tesselation). Wenn jetzt der VDA Arbeitskreis PLM gemeinsam mit dem ProSTEP iViP Vereinden Prozess der internationalen Normierung von JT unterstützt, dann deswegen, weil sich diese Alternative durch besonderen Zuspruch und besonders starke Verbreitung in den Mitgliedsfirmen auszeichnet. Die nachdrückliche Forderung führender Automobilhersteller und Zulieferer nach dieser Standardisierung ist ein deutlicher Hinweis auf den enormen Nutzen, den sich wichtige Teile der Industrie vom JT-Einsatz versprechen. Um die nächste Stufe der virtuellen Produktentstehung zu erreichen und physikalische Prototypen noch weiter obsolet zu machen, müssen die in der Entwicklung erzeugten Daten unabhängig von ihrer Quelle in der benötigten Qualität dargestellt und verwendet werden können. Mit der Sicherheit, dass sie in dieser Form auf international anerkannten Standards basieren und so auch in etlichen Jahren noch gültig beziehungsweise verarbeitbar sind.

Das vorliegende Papier stellt JT und seinen Weg vom proprietären Visualisierungsformat zum internationalen Standard vor und zeigt, für welche Prozesse und Aufgabenstellungen sich dadurch Entscheidendes ändern kann, wo die Grenzen der Nutzung liegen und auf was beim Einsatz von JT zu achten ist.

In Zusammenhang mit JT taucht häufig ein anderes Format auf, das ebenfalls von Siemens PLM Software stammt und der leichtgewichtigen, geometrielosen Übertragung von Metadaten und Strukturdaten dient: PLMXML. Dieses Format steht aber derzeit nicht zur Normierung an, ist bis auf Weiteres also lediglich ein Produkt von Siemens PLM Software und deshalb auch nicht Gegenstand des vorliegenden White Papers. Die Industrie muss sich auch in Zusammenhang mit dem Thema Strukturdatenaustausch in naher Zukunft auf die Nutzung einheitlicher, offener Standards verständigen. Nur so kann der Einsatz von Visualisierungsformaten wie JT zum erhofften Erfolg führen und können die versprochenen Kosteneinsparungen tatsächlich erreicht werden.

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