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NEWS

prostep ivip Newsletter 04/2019

Vorwort Prof. Dr. Rainer Stark, Vorstandsmitglied prostep ivip e.V.
Jahresbericht 2018 prostep ivip Verein
Req-IF Benchmark veröffentlicht
PLIM White Paper ab jetzt verfügbar
JT Benchmark veröffentlicht
Engineering Process Day 2019 am 03. und 04. Juni in Böblingen
Lehrgang PLM Professional im Herbst 2019: Ihr Schnelleinstieg auf dem Weg zum PLM-Experten
prostep ivip Webinar: Cross Discipline Lifecycle Collaboration 24.05.2019
Termine

[Anrede] [Nachname],

Ungeachtet der Fortschritte, die die Unternehmen bei der Digitalisierung in der Produktentstehung und im operative Betrieb gemacht haben und die auch auf dem prostep ivip Symposium wieder erkennbar waren, sind die PLM-Werkzeuge und ihre Nutzung konzeptionell auf dem Stand von vor ca. 20 Jahren stehen geblieben. Die PLM-Industrie hat sich darauf konzentriert, die Software-Architekturen zu erneuern und neue Werkzeuge in ihre Ökosysteme zu integrieren. Für die Erforschung von grundsätzlich neuen Ansätzen der Produktmodellierung hatte sie da kaum Ressourcen.

Die Erstellung und Simulation von CAx-Modellen hat sich nicht grundlegend verändert. Die Ablage der Daten erfolgt immer noch in klassischen Managementsystemen wie PDM oder ERP, die klassische Aufgaben wie das Versionieren, Freigeben oder Austauschen erfüllen. Unabhängig davon erstellen die großen OEMs in Automobil- und Flugzeugindustrie regelmäßig Digitale Mock-Ups, die aber nur ca. 90 prozentig prozesssicher sein können. Die Entwicklung der Software für die Steuerungsintelligenz in den Produkten selbst läuft in separaten, agilen CASE-artigen Entwicklungsvorgängen. Trotz vieler Verbesserungen bei den digitalen Management-Werkzeugen und den Prozess- bzw. Teststandards können diese Software-Entwicklungsgewerke bisher nur bedingt mit den technischen Hauptsystemen des virtuellen Produkts in der PLM-Welt abgeglichen und getestet werden.

Die wenigsten Unternehmen haben die virtuelle Produktentstehung bisher als neue Ingenieur-Kernkompetenz etabliert. Die Entwicklungsingenieure, die zudem die Architekten des technischen Gesamtsystems sein sollen und müssen, haben jedoch keine wirklichen Werkzeuge an der Hand, um die Fortschritte der Entwicklung im Sinne eines modellbasierten Systems Engineering-Ansatzes (MBSE) einfach zu analysieren und zu steuern. Erschwert wird diese ganzheitliche Sicht dadurch, dass viele Spezialaufgaben von externen Ingenieurdienstleistern erbracht werden.
Was leistet nun die deutsche Forschung, was leisten die im prostep ivip Verein vertretenen Forschungsinstitute, um diese Herausforderungen zu adressieren?

Sie entwickeln neue innovative prototypenhafte Lösungsansätze, die z.T. in Form von Ausgründungen industrialisiert werden. Ein wichtiges Thema sind Lösungen für die Nachverfolgbarkeit mit Hilfe so genannter Tracelinks, die für eine MBSE-artige Vorgehensweise unabdingbar sind. In den letzten Jahren verdichten sich die Arbeiten zur Vereinfachung von PLM und MBSE durch eine kluge Kombination von Künstlicher Intelligenz, Modell- und Prozess-Intelligenz. Auch frei arbeitenden Bots oder Avatars als Assistenzsysteme der nächsten Generation sind #in der Diskussion, um die oft beklagte Komplexität von PLM zu reduzieren. Hier wäre aber noch Grundlagenforschung erforderlich, die in Deutschland nicht gerne finanziert wird.

Außerdem beschäftigt sich die Forschung im Verein intensiv mit dem IoT und den damit verbundenen Vernetzungsmöglichkeiten für Industrie 4.0 und, last but not least, mit der Vorbereitung unstrukturierter Daten, wie sie im IoT massenhaft anfallen, für eine intelligente Nutzung durch Data Analytics. Ein Thema, das auf großes Interesse stößt. Außerhalb des Vereins kümmert sich die Forschung um ganz neue Herausforderungen, die Lösungen für eine durchgängige Digitalisierung erfordern wenn nicht sogar voraussetzen.

Themen wie Advanced Systems Engineering, Sustainable Product Development, Product-Service-Systeme oder Crowd Engineering machen neue Vorgehensweisen und -modelle in der Entwicklung erforderlich. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Digital Twin, dessen Tragweite die PLM-Industrie, von wenigen Ausnahmen abgesehen, noch nicht erkannt hat.

Ich denke, dass die Forschungsvereinigung Smart Engineering eine treibende Kraft bei der Erforschung dieser zukunftweisenden Themen sein wird. Die Vertreter aus Wissenschaft und Forschung im prostep ivip Verein sind bereit, sich an gemeinsamen Forschungsvorhaben zu beteiligen. Kollaboration ist unser Credo. Die Herausforderungen der Digitalisierung lassen sich nur mit vereinten Kräften bewältigen.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Rainer Stark

Kontakt

Prof. Dr. Rainer Stark
prostep ivip e.V.
E-Mail: rainer.stark@ipk.fraunhofer.de

Jahresbericht 2018 prostep ivip Verein

Sowohl in gedruckter Form als auch als e-Paper steht er Ihnen in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung: der prostep ivip Jahresbericht 2018! Hier finden Sie detaillierte Angaben zur Arbeit unseres Vereins: Informationen über unsere Events, die Öffentlichkeitsarbeit und natürlich vor allem die Projekte des Technischen Programms.

Kontakt

Fabienne Kreusch
prostep ivip Verein
E-Mail: fabienne.kreusch@prostep.org

Req-IF Benchmark veröffentlicht

Um eine unabhängige Bewertung der Entwicklung von Requirements Management Systemen bezüglich des Datenaustausches mit ReqIF zu erhalten, wurde 2018 zum 1. Mal ein Benchmark durchgeführt. Fokus war der Austausch eines einfachen Anforderungsmodules im ReqIF Format. Getestet wurde die Übertragung von formatierten Inhalten, Tabellen und eingebundenen Office-Dokumenten.

Mit 6 teilnehmenden Unternehmen wurde eine Kombination aus insgesamt 8 Requirements Management Systemen und zugehörigen ReqIF-Tools getestet. Die Ergebnisse des Benchmarks können sowohl bei der Bewertung des Einsatzes von ReqIF im Requirements-Datenaustausch wie auch zur Verbesserung der Interoperabilität der Requirements Management Systeme verwendet werden.

Zum Benchmark ist ein Short Report mit einer Übersicht über den Testablauf und die Ergebnisse frei verfügbar. Für Mitglieder von prostep ivip steht ein Long Report mit detaillierten Testergebnissen zur Verfügung.

Kontakt

Raphael Beckers
Telefon: +49 6151 9287 498
E-Mail: raphael.beckers@prostep.com

PLIM White Paper ab jetzt verfügbar

Pünktlich zum Start des prostep ivip Symposiums 2019 in Stuttgart konnte das neueste Werk der Projektgruppe PLIM dem Publikum präsentiert werden: Das White Paper „Informationsmanagement vom Engineering bis zum Shopfloor Version 1.1“. Es liegt in deutscher und englischer Sprache vor und kann über die www.prostep.org Homepage in der Mediathek (Mitgliederbereich) downgeloaded werden.
Das Whitepaper verfolgt zwei Ziele.

1. Mit Hilfe der aus den Use Cases gewonnenen Erkenntnisse werden einzelne Maßnahmen abgeleitet, die notwendig sind, um den Informationsfluss innerhalb der Produktion durchgängig und das Informationsmanagement effizient

2. Das Whitepaper beschreibt den gegenwärtigen Stand der Use Cases und gibt einen detaillierten Einblick rund um das Thema „Production Lifecycle Information Management“. Es nimmt Bezug auf die beteiligten Akteure und die verschiedenen Ebenen, welche im Rahmen des Informationsmodells abzubilden sind.

Die Arbeitsgruppe PLIM hat damit begonnen, vier konkrete Anwendungsfälle zu spezifizieren. Dies erfolgte unter der Maßgabe, möglichst anwendungsnahe Szenarien zu entwickeln, die Vorteile und Möglichkeiten eines digitalen Informationsflusses aufzuzeigen. Die entwickelten Anwendungsfälle dienen zur Visualisierung des Informationsflusses und zeigen ebenso Handlungsfelder auf, die ein effizientes Informationsmanagement benötigt. Als Ergebnis der Projektgruppen-Arbeit wird ein entwickeltes Modell stehen, welches Empfehlungen für das digitale Production Lifecycle Information Management gibt.

Folgende Unternehmen und Institutionen waren an der Erstellung beteiligt:
Airbus, Audi AG, AutomationML e.V., Dassault Systèmes, Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), PDTec AG, PROSTEP AG, Institut für Produktionssysteme (TU Dortmund), VDA, VDMA, Volkswagen AG und ZF Friedrichshafen AG.

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Stefan Rulhoff
Tel.: +49 6151 9287 441
E-Mail: stefan.rulhoff@prostep.com

JT Benchmark veröffentlicht

Zum 8. Mal wurde 2018 ein Benchmark von JT-Translatoren und Viewern durchgeführt. Zum ersten Mal lag dabei der Fokus auf der JT-Spezifikation DIN Spec 91383. An den Tests waren Translatoren von 4 Vendoren und Viewer von 3 Vendoren beteiligt. Modelle aus 3 CAD-Systemen wurden nach JT und STEP AP242 XML konvertiert, JT und STEP AP242 XML Dateien wurden konvertiert in 3 verschiedene CAD-Formate. In den entstandenen Dateien wurde die Produktstruktur, die Geometrie, Metadaten und PMI-Annotationen überprüft. Dabei kamen auch Checktools von 2 Vendoren zum Einsatz.

Der Benchmark zeigt die Qualität der Implementierungen und die damit verbundenen Möglichkeiten, die die getesteten Formate im Einsatz bieten. So können die Ergebnisse des Benchmarks sowohl bei der Bewertung des Einsatzes von JT im PLM-Umfeld wie auch zur Verbesserung der Interoperabilität der Applikationen verwendet werden.

Zum Benchmark ist ein Short Report mit einer Übersicht über den Testablauf und die Ergebnisse frei verfügbar. Für prostep ivip Mitglieder steht ein Long Report mit detaillierten Testergebnissen zur Verfügung.

Kontakt

Raphael Beckers
Telefon: +49 6151 9287 498
E-Mail: raphael.beckers@prostep.com

Engineering Process Day 2019 am 03. und 04. Juni in Böblingen

Digitalization meets Engineering – unter diesem Motto findet die alljährliche Fachveranstaltung der :em engineering methods AG am 03. und 04. Juni im SparkassenForum in Böblingen statt. Auch in diesem Jahr bietet der EPD vielfältige Einblicke in das Engineering-Umfeld namhafter Unternehmen.

In mehr als 10 Fachvorträgen und Projektberichten werden von Anwendern innovative Lösungen für die Industrie präsentiert. Zusätzlich demonstrieren Stationen mit „Live-Experiences“ zu Themen wie Application Lifecycle Management, Model Based Systems Engineering, ReqMan®, Digitalisierung und Model Based Definition wie das Engineering von morgen aussehen kann.

Der Veranstalter :em engineering methods AG rechnet mit über 120 Teilnehmern aus der Industrie und IT.Der Engineering Process Day bietet den Teilnehmern neben Einblicken in aktuelle Praxisprojekte ausreichend Raum für den persönlichen Austausch und Networking.

Besuchen Sie den Engineering Process Day 2019!

Weitere Informationen zu den Referenten und zum Programm finden Sie unter: www.engineering-process-day.de.

Kontakt

Dr. Marcus Krastel
Vorstand :em engineering methods AG
Tel: 06151 7376 100
E-Mail: marketing@em.ag

Lehrgang PLM Professional im Herbst 2019: Ihr Schnelleinstieg auf dem Weg zum PLM-Experten

Der effiziente Umgang mit Produktdaten und Entwicklungswissen ist eine der zentralen Herausforderungen in der heutigen Produktentwicklung. Doch PLM Projekte zu bearbeiten und zu steuern erfordert besondere Kompetenzen. Der Zertifikatslehrgang PLM Professional vermittelt in zwei Stufen (Level A und Level B) praxisorientierte Kenntnisse und Fertigkeiten, speziell zugeschnitten auf die Problemstellungen des PLM. Der Lehrgang hat sich seit 2013 als Qualifizierungsprogramm bei KMUs sowie DAX Unternehmen verschiedenster Branchen bewährt. Mehr als 120 ausgebildete PLM-Professionals wenden ihr Fachwissen bereits in der Praxis an. Im Herbst 2019 bietet die Fraunhofer Gesellschaft den Kurs zu folgenden Terminen an:

Level A (Berlin) - Technologien und Methoden des PLM: 23. - 27.09.19
Level B (Stuttgart) - Fertigkeiten für die Durchführung von PLM-Projekten: 04. - 08.11.19

Die Level sind einzeln und im Paket buchbar. Bei bestandener Prüfung erhalten Sie das Zertifikat „PLM Professional“, welches Sie als anerkannten Experten auf diesem Gebiet ausweist. Eine umfangreiche Beschreibung des Lehrgangs sowie die Online-Anmeldung finden Sie unter: www.plm-professional.de.

Kontakt

Prof. Dr. Rainer Stark
prostep ivip e.V.
E-Mail: rainer.stark@ipk.fraunhofer.de

prostep ivip Webinar: Cross Discipline Lifecycle Collaboration am 24.05.2019 um 14:00 Uhr

Die heutigen Herausforderungen der Produktentwicklung liegen darin, einen effektiven kollaborativen Entwicklungsprozess sicherzustellen, wobei immer alle Abhängigkeiten innerhalb des Produktes betrachtet werden müssen. Damit die Produkte am Markt immer smarter werden können erhöhen sich auch die Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Engineering-Disziplinen. Die rein komponenten-orientierte Entwicklung wird langsam abgelöst durch eine funktionsorientierte Entwicklung, wobei die Funktionen des Produktes im Mittelpunkt stehen, unabhängig davon, ob dies Mechanische, Elektrische oder Software Komponenten sind.

Diesem Thema widmet sich das Cross Discipline Lifecycle Collaboration Forum.
Das Projekt analysiert vielversprechende Methoden und Technologien im Kontext der kollaborativen Produktentwicklung und leitet daraus Best Practises ab, natürlich basierend auf industrienahen Anwendungsfällen. Die ausgearbeiteten Anwendungsfälle werden mit dem Mars-Rover-Demonstrator illustriert.

Im Rahmen des Webinars wird auf die folgenden Punkte näher eingegangen:

  • Worin liegt die Herausforderung?
  • Übersicht des Projektes
  • Vorstellung der betrachteten Anwendungsfälle
  • Weiteres Vorgehen in 2019

Als Vereinsmitglied können Sie kostenlos an dem Webinar teilnehmen. Senden Sie einfach Ihre Anmeldung an sarah.giese@prostep.com , Ihnen werden dann die Zugangsdaten zur Teilnahme zugesandt.

Vorankündigung: Das darauffolgende Webinar findet am 28. Juni zum Thema "SysML Workflow Forum" statt.

Kontakt

Sarah Giese
PROSTEP AG
Telefon: +49 6151 9287-421
E-Mail: Sarah.Giese@PROSTEP.com

Termine

05.06.2019         DDP (inhouse)
12.06.2019         PDM-IF IG (infouse) (inhouse)
18.06.2019         PDM-IF UG (inhouse)
26./27.06.2019  9. Anwenderkonferenz CONTACT Software (München)
05.11.2019         5. JT Day (Sindelfingen)
12.11.2019         Thementag der Forschungsvereinigung Smart Engineering e.V.
                             (Fa. Schenck, Darmstadt)

  
Kontakt Impressum

Vereinsregister: Amtsgericht Darmstadt, Nr. VR2438
Vorstand: Armin Hoffacker (Vorsitz), Prof. Dr. Rainer Stark,
Dr. Henrik Weimer, Philipp Wibbing
Ust.Id-Nr. / VAT-No. DE167521842