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09.06.2017

prostep ivip Symposium 2017 - An der Nahtstelle zwischen digitaler und realer Welt

Darmstadt - Juni 2017 – Die Unternehmen haben die Herausforderung der Digitalisierung angenommen und sind dabei, ihre Prozesse in Produktentwicklung und Produktion konsequent zu digitalisieren. Diesen Eindruck vermittelte das prostep ivip Symposium 2017, das in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feierte. Über 600 Teilnehmer aus 16 Ländern besuchten das traditionelle Klassentreffen der IT-Verantwortlichen in Automobilbau, Flugzeugindustrie und anderen Branchen, darunter führende Vertreter der PLM-Branche und namhafte Wissenschaftler. Außerdem zeigten 35 Software-Hersteller und Dienstleister im Colosseum Theater in Essen ihre Lösungen. 

Auf die Herausforderung der Digitalisierung gibt es viele mögliche Antworten. Dr. Michael Picard von der thyssenkrupp AG, dem Industriesponsor des diesjährigen Symposiums, erläuterte in seiner Keynote an verschiedenen Beispielen, wie der Industriekonzern das Potenzial von Cloud-Computing, Big Data Analytics, Internet of Things (IoT) etc. nutzt, um sein Geschäft in Automotive, Aerospace, Mining, Energy und Urbanization weiter zu entwickeln. Neue Serviceangebote und Geschäftsmodelle erfordern nicht nur eine eigene Plattform, sondern auch ein Ökosystem von Partnern, so Picard.

Insgesamt standen 39 Vorträge und Workshops zu Themen rund um die “Digitization of Product and Production” - so das Motto des Symposiums – auf der Agenda der Veranstaltung. Das dichtgedrängte Programm ließ trotzdem genug Raum fürs Networking und für den Erfahrungsaustausch, insbesondere bei der stimmungsvollen Abendveranstaltung in der Grand Hall der Zeche Zollverein. Themenschwerpunkte waren die Nutzung des Digital Twin für die Simulation von Produkt und Produktion sowie für neue Serviceangebote, die praktische Anwendung der Methoden des Model Based Sytems Engineering und die Fortschritte bei den Standardisierungs-Aktivitäten des prostep ivip Vereins.

Auf großes Interesse stieß der Vortag über den prostep ivip Synced Factory Twin, der am Beispiel von zwei Arbeitsstation der Montagelinie des Airbus A 320 veranschaulicht, wie sich die Fertigungsabläufe im laufenden Takt durch Echtzeit-Erfassung und Auswertung der Shopfloor-Daten optimieren lassen. Dank der hinterlegten Fertigungslogik kann der Factory Twin z.B. Vorschläge für alternative Arbeitsgänge machen, wenn für den ursprünglich geplanten das Material fehlt. Entwickelt wurde der Demonstrator von mehreren Partnern im Rahmen eines Vereinsprojekts.

Neue Themen noch agiler aufzugreifen und die Vertreter anderer Entwicklungsdisziplinen besser einzubinden sind die Herausforderungen, vor denen der Verein mit Blick auf die Zukunft steht. “Wir haben deshalb einen Querdenkerclub ins Leben gerufen, der neue Ideen für die künftige Gestaltung der Vereinsarbeit und des Symposiums entwickeln soll”, sagt Dr. Steven Vettermann, der scheidende Geschäftsführer des Vereins. “Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Erfolgsgeschichte des Symposiums werden fortschreiben können.”

Die Digitalisierung von Produkt und Produktion stellt auch die PLM-Hersteller, die den Lebenszyklus der Produkte und Produktionssysteme begleiten, vor neue Aufgaben. Wie PLM die Verschmelzung von digitaler und realer Welt unterstützen kann, erläuterte Karl-Heinz Zachries, Geschäftsführer von Hauptsponsor CONTACT Software den Teilnehmern. Die PLM-Hersteller müssten ihre Kunden in die Lage versetzen, die Daten ihrer vernetzten Produkte für neue Geschäftsmodelle zu nutzen.

Die Kunden der PLM-Hersteller stehen indes vor der Frage, wie sie ihre bestehenden PLM-Architekturen umbauen müssen, um die Herausforderung der Digitalisierung besser und vor allem agiler bewältigen zu können. Ralf Waltram von der BMW Group, Industriesponsor des nächsten Symposiums in München, gab in seiner Keynote die Marschrichtung vor: Weg von den monolithischen IT-Systemen hin zu einer serviceorientierten Architektur, an die andere Disziplinen einfacher angebunden werden können.

Offenheit sei die Voraussetzung für die agile Implementierung neuer IT-Architekturen, sagt Waltram. Zugleich ist sie der Schlüssel zu den Plattformen, auf denen sich die globale Ökonomie im IoT-Zeitalter abspielen wird, wie Thomas Knebel, Regierungsdirektor im Bundeswirtschaftsministerium betonte. Deshalb hat das BMWi nicht nur die Schirmherrschaft über die CPO-Initative (Code of PLM Openness) des Vereins übernommen, sondern unterstützt auch das offizielle Zertifizierungsprogramm, das demnächst starten wird. Vettermann geht davon aus, dass bis zum nächsten prostep ivip Symposium die ersten PLM-Vendoren zertifiziert sein werden. Es wird am 18. und 19. April 2018 in München stattfinden.

Kontakt

prostep ivip Verein
Yvonne van der Steeg
Tel.: +49 6151 9287 446
Fax: +49 6151 9287 326
yvonne.vandersteeg(at)prostep.org

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