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Die ProSTEP iViP Methode

Eine starke Gemeinschaft schafft starke Ergebnisse

Innerhalb des ProSTEP iViP Vereins stellen sich die Mitglieder gemeinsam den Herausforderungen, die der Arbeitsalltag in der verteilten Produktentwicklung mit sich bringt. Deren Lösung bestimmt die Zukunft und den künftigen Unternehmenserfolg mit.

Aber wie werden abgestimmte Lösungen im ProSTEP iViP Verein geschaffen? Wie wird die Qualität dieser Lösungen abgesichert und wie werden sie umgesetzt?
Der Verein hat hier eine verlässliche Methodik entwickelt, die durchgängig in allen Projekten eingesetzt wird. Die Kernelemente sind:

  • auf die anwendergetriebene Standardisierung
  • Ergebnisvalidierung mit Piloten
  • Begleitung der Ergebnisumsetzung in marktgängigen Lösungen

Zunächst sind es die Mitglieder selbst, die mit ihren Anforderungen auf den Verein zugehen. Dies sind etwa die Forderungen nach Lösungen im Umfeld des Änderungsmanagements oder zum Thema Projektmanagement. In Workshops, moderiert durch den Verein, werden diese Anforderungen konkretisiert und in so genannte Use Cases - eine Reihe von Anwendungsfällen, die zu lösen sind - gepackt. Stößt die Thematik auf Interesse, wird aus den ersten Workshops ein Projekt - mit fester Laufzeit und dem Ziel, eine Empfehlung oder einen Standard zu entwickeln. Dies ist die Phase der Spezifikation.

 

Das Projekt nimmt seine Arbeit auf. Man diskutiert die zuvor formulierten Use Cases und setzt die Ergebnisse in Daten- oder Prozessmodelle um - je nachdem, wo der Fokus des Projektes liegt. Auf Basis dieser ersten erarbeiteten Ergebnisse beginnt nun auch die Harmonisierung mit anderen ProSTEP iViP Projekten genauso wie mit weiteren Initiativen, Projekten oder Organisationen. Wichtiger Grundsatz bei allen Aktivitäten ist, auf bereits existierende, etablierte Lösungen und Standards aufzubauen - und das Rad nicht neu zu erfinden. Dies spart Zeit und Geld, sichert Kompatibilität und Akzeptanz gleichermaßen und erhöht die Qualität der Ergebnisse.

 

Die erarbeiteten Daten- oder Prozessmodelle sind Grundlage für die entsprechende ProSTEP iViP Recommendation - eine Empfehlung des Vereins, wie man bestimmten Fragestellungen oder Herausforderungen begegnen sollte, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Die ProSTEP iViP Recommendation gibt den Projektergebnissen bereits einen verbindlichen Charakter, bevor sie zur Standardisierung in entsprechenden internationalen Gremien wie zum Beispiel der ISO oder der OMG eingereicht werden. Gleichzeitig ist sie die verbindliche Grundlage für die Pilotphase, in der die Ergebnisse einem Praxistest unterzogen werden. Die Erkenntnisse aus den Piloten fließen wiederum in die Recommendation ein - was der Qualitätssicherung dient und die Praxisrelevanz steigert. Nach den Pilottests entstehen Best Practices - eine Anleitung für Implementierer und Anwender, wie mit dem vorgelegten Ergebnis im Arbeitsalltag umgegangen werden sollte, welche Vorgehensweise die besten Ergebnisse bringt und wie die Lösungen in bestehende Systemlandschaften integriert werden sollen.

 

In den Implementor Foren werden die entwickelten Best Practices und Standards sowie deren Umsetzung in marktfähige Produkte begleitet. Systemanbieter kommen in regelmäßigen Abständen zusammen, diskutieren eventuell auftretende Probleme und tauschen Erfahrungen aus. Der Verein stellt Testumgebungen für Interoperabilitätstests zwischen den einzelnen Implementierungen zur Verfügung. So wird sichergestellt, dass die Anforderungen, die zu Beginn eines Projektes erstellt wurden, durch das letztendliche Ergebnis auch abgedeckt werden. Der Verein führt in diesem Zusammenhang auch Benchmarks mit marktgängigen Produkten durch. Mit diesen Maßnahmen wird die Abstimmung und die Nutzung der im ProSTEP iViP Verein entstandenen Standards gewährleistet.

 

Die Integration der Ergebnisse in kommerzielle Produkte sowie deren stete Überprüfung ist nach der Spezifikation und Harmonisierung der letzte Schritt zur Qualitätssicherung im ProSTEP iViP Verein. Die von unseren Mitgliedern gemeinsam erarbeiteten Lösungen sind prozessorientiert und anwendergetrieben. Diese Grundlage garantiert Lösungen im Interesse der Industrie. Gemeinsam werden so zukunftssichere Standards für die weltweite Zusammenarbeit im Engineering geschaffen.

 

Diese Methode schafft Planungssicherheit für alle Beteiligte und stellt die Qualität der Ergebnisse sicher. Sie ermöglicht es, effizient und effektiv von der Anforderung zur Lösung, von der Lösung zu marktgängigen Produkten und von der Spezifikation zum Standard zu kommen.

 

Die Sicherung der Nachhaltigkeit von Ergebnissen und der Investitionsschutz ist eine der obersten Aufgaben des Vereins. ProSTEP iViP kommt dieser Aufgabe nach, indem er diese Methode lebt.


 
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