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PDTnet Projekt - Produktdatentechnologie und Kommunikation im Netzwerk von Automobilhersteller und Zulieferer

Steigende Anforderugen an Zulieferer und Hersteller der Automobilindustrie erfordern die Verwendung prozessorientierter und technischer Standards für die Produktdatenkommunikation. Unternehmen in der Fetigungsindustrie sind heute gezwungen im internationalen Rahmen flexibel mit verschiedenen Partnern in wechselnden Kunde-/Zulieferer-Rollen zu kooperieren.

Jede Beziehung zwischen den Entwicklungspartnern erfordert die Harmonisierung der unternehmensübergreifenden Prozesse, der Datenformate und der Implementierungsmethoden. Dies unterstreicht die Relevanz von Standards in der vernetzten Zusammenarbeit.

Neue Arbeitstechniken und Abläufe in den Produktentstehungsprozessen verlangen zum einen eine zunehmende Unterstützung der Ingenieuraufgaben durch CA-Werkzeuge und zum anderen eine durchgängige Anwendung der damit erzeugten produktbeschreibenden Daten.

Durch neuartige Kommunikationstechnologien, insbseondere im Zusammenhang mit der Nutzung des Internet, werden die herkömmlichen Arbeitsweisen und Geschäftsprozesse im Produktentstehungsprozess einem revolutionären Wandel unterworfen.
Im Rahmen des PDTnet Projektes wurden daher insbesondere folgende allgemein anzutreffende Probleme berücksichtigt und einer Lösung zugeführt:

  • Unabgestimmte Prozesse behindern die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg.
  • Die Implementierung kundenspezifischer Anforderungen (die sog. "bilaterale Optimierung") führt immer mehr zur Segmentierung und damit zum Synergieverlust, insbesondere beim Zulieferer.
  • Altdaten und -systeme behindern den Einzug neuer Technologien.
  • Konkurrierende Standards verzögern und verteuern Entscheidungen.
  • Organisatorische Unsicherheiten behindern die konsequente Anwendung der Technologie, z. B. die Fragestellung der Daten Verbindlichkeit, Sicherheitsaspekte im Netz, Maßstäbe zur Datenqualität.
  • Verlagerung der Geschäftsprozesse auf eine Netzwerkinfrastruktur stellt höhere Anforderungen an die Durchgängigkeit der Daten und an die Datenqualität.
  • Die Verfügbarkeit des Know-hows zur Beherrschung der digitalen Geschäftsprozesse ist nicht entsprechend den Anforderungen verteilt: gut informierte Experten in den Großunternehmen treffen auf Ansprechpartner aus KMU, deren Kernkompetenz nicht auf den Bereich der Informationstechnologie fokussiert ist.



Die Integrationsaufgabe für die Produktdatentechnologie ist somit in den vergangenen Jahren größer und komplexer geworden. Ein Datenstandard (wie z. B. STEP ISO 10303) kann nur Teil einer Lösung sein. Notwendig ist weiterhin die Betrachtung der Prozesse, die diese Daten erzeugen oder verarbeiten, sowie die Bereitstellung und Nutzung geeigneter Implementierungsmethoden. Die Integrationsaufgabe kann, insbesondere unter Zeit- und Kostenaspekten, nur durch das pragmatische Zusammenführen von unterschiedlichen Standardisierungsansätzen und –lösungen gelöst werden.
Das PDTnet Projekt wurde am 1. Mai 2000 als Konsortialprojekt gestartet:

  • Laufzeit: 3 Jahre und 3 Monate
  • Finanzvolumen: 5,68 Millionen Euro
  • 21 Projektpartner
  • gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
  • Projektpartner: Behr, Bertrandt, BMW, Boschg, Continental Teves, DaimlerChrysler, Delphi, Dräxlmaier, EDS, HuF, IBM, Ingenieurteam, Jonhon Controls, Keiper, Küster, PROSTEP, Rücker, Scania, T-Systems, Volkswagen und der VDA

Das Projekt war wie folgt aufgebaut:

  •  Anwendungsprojekte in zwei Szenarien
  • 3 Querschnittsarbeitsgruppen
  • Kooperation mit Arbeitsgruppen des ProSTEP iViP e.V., VDA und VDMA
  • Kommunikation mit der ENX®-Organisation
  • Flyer zum PDTnet Projektabschluss
  • PDTnet Projekt - Abschlussbericht

Zentrales Szenario des PDTnet Projektes war die neutrale, systemunabhängige Produktdatenkommunikation zwischen Automobilherstellern und Zulieferern basierend auf dem Standard STEP ISO 10303 AP214 und verfügbarerer Internettechnologien (XML).

Die Entwicklungsarbeiten wurden durch Anwendungsprojekte der Industriepartner gesteuert. Zur Sicherstellung der Übertragbarkeit der Ergebnisse wurden die Anwendungsprojekte in zwei themenspezifische Integrationsszenarien eingeordnet:

  • Szenario 1 - PDM Datenaustausch : Produktdatenaustausch zwischen Partnern mit unterschiedlichen PDM Systemen
    Weitere Informationen
  • Szenario 2 - PDM Web Integration : Zugriff auf das PDM-System des Entwicklungspartners über das Internet auf Basis standardisierter Protokolle, Integration des Client-Zugriffs auf das Partner-PDM-System mit einer konsistenten Datenverwaltung im eigenen PDM-System. Dies beinhaltet die Integration unterschiedlicher PDM-Systeme firmenintern und extern.
    Weitere Informationen

Die Ergebnisse des PDTnet Projektes werden vom ProSTEP iViP e.V. gepflegt und weiterentwickelt. So basieren die durch den Verein entwickelten und durch die Object Management Group (OMG) als Standard akzeptierten "PLM Web Services" auf, im PDTnet Projekt erarbeiteten Lösungen.

Die vollständige Abschlussdokumentation finden Sie auf den Webseiten des Vereins.

Haben Sie Fragen zum Projekt?

Wenden Sie sich an: pdtnet-contact@prostep.com.


 
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