Der ProSTEP iViP Verein hat zusammen mit PDES, Inc. und weiteren Organisationen des International Industry STEP Centers (u.a. ECOM, USPI-NL, EMSA) eine Definition zur Offenheit von Standards erarbeitet.
Um als offen zu gelten, muss ein Standard die folgenden Kriterien erfüllen:
- Der offene Standard (inklusive des Datenmodells) ist gemäß den weit verbreiteten, nicht-proprietären Methoden beschrieben (z. B. Objektmodellierungsmethoden mittels UML oder EXPRESS) und enthält eine definierte Semantik.
- Format und Dienste, die die Daten implementieren, sind explizit beschrieben (z. B. STEP Part 21 oder XML, PLM Services, Binär/Text-Format) und die Dokumentation des Formats und der Dienste sind ohne großen Aufwand erhältlich.
- Die Nutzung von standardisierten Daten und deren Dokumentation ist kostenfrei (z. B. wird die Bearbeitung der Daten nicht durch Patente auf Algorithmen „bestimmt“).
- Der Aktualisierungs-/Änderungsprozess der dazugehörigen Komponenten wird durch die involvierten Parteien beschrieben und als verbindlich bestimmt (z.B. STEP ISO Ballot-Verfahren, Verfahren der OMG und W3C Konsortien).
- Alle Organisationen können an dem Abstimmungsverfahren teilnehmen.
- Die Verantwortung für die Pflege des Standards ist klar definiert und liegt in den Händen einer Organisation.
- Der offene Standard (inklusive des Datenmodells) und dessen Dokumentation unterliegen keinen Lizenzgebühren, Patenten oder anderen IP-Einschränkungen, sie sind öffentlich verfügbar* und, falls sie urheberrechtlich geschützt sind, zu zumutbaren Preisen erhältlich.
* Unabhängig von der Nationalität oder Mitgliedschaft einer spezifischen Organisation oder Gemeinschaft.