
Januar 2006 - Im Jahr 2005 rief der ProSTEP iViP Verein einen Ideenwettbewerb - die ProSTEP iViP Challenge - ins Leben. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Projektideen aus der Forschung im Verein eine Plattform zu geben und so den Dialog mit der Industrie zu etablieren und so in die industrielle Praxis zu bringen. Alle Forschungseinrichtungen und Universitäten, die Mitglied des Vereins sind, waren aufgerufen, Projektideen einzureichen. Zahlreiche Institute aus Deutschland, Österreich und Großbritannien haben sich der Herausforderung gestellt. Die aufgegriffenen Problemstellungen und vorgestellten Lösungsansätze sind von industrieller Relevanz und befassen sich mit Themen wie Requirements Management, Logistik, IT-Sicherheit, STEP, OMG PLM Services und Digital Manufacturing.
Im vergangenen November wurden die drei Gewinner der ersten ProSTEP iViP Challenge nach einem Auswahlverfahren bekannt gegeben. Der Verein unterstützt die Gewinner jetzt bei der Weiterführung ihrer Projektideen. Die Gewinner werden ihre Themen in den kommenden Wochen in Workshops der Öffentlichkeit präsentieren, mit den Teilnehmern diskutieren und weiter konkretisieren.
Die Gewinner sind:
PLM Services for Mechatronic Products Considering Federative Sources
Die Herausforderung in der Entwicklung mechatronischer Produkte liegt in der Interaktion der betroffenen Disziplinen. Schnittstellen zwischen den involvierten Systemen zu schaffen und einen konsistenten Austausch von Produktdaten zu gewährleisten, stellt hier das größte Problem dar. Es ist ausschlaggebend, einen ganzheitlichen Blick auf alle Abhängigkeiten zu werfen.
Bereits am 31. Januar 2006 stellte das Fachgebiet Datenverarbeitung in der Konstruktion (DiK) der TU Darmstadt seine prämierte Projektidee vor. Industrievertreter unterstrichen die hohe Relevanz mechatronischer Themen und präsentierten potentielle Lösungsansätze, insbesondere die Möglichkeiten der OMG PLM Services, in ihren Vorträgen. Das Feedback der über 20 Teilnehmer war überaus positiv. In einem weiteren Workshop soll ein Konsortium gebildet und der Projektplan für „PLM Services for Mechatronics“ verabschiedet werden.
Securing Product Data along the Engineering Supply Chain
Das virtuelle Produkt bündelt alle verfügbaren Informationen rund um ein Produkt und stellt somit äußerst schützenswertes geistiges Eigentum dar. In der Praxis stehen aber rigide Schutzmaßnahmen im Widerspruch zu der Notwendigkeit enger Kooperation mit unzähligen Partnern.
Der Workshop am 07. Februar 2006, geleitet vom Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., bietet den Teilnehmern einen Überblick über aktuelle Lösungsansätze und zeigt auf, wie Unternehmen mit den Risiken des E-Engineering in der Praxis umgehen können. Es wird auch die Frage behandelt werden, ob und wie sichere firmenübergreifende Zusammenarbeit in der Praxis realisiert werden kann.
Open Digital Manufacturing
Unter dem Begriff Digital Manufacturing werden Technologien wie die integrierte Produktionsprozessplanung und die Automatisierung im Betrieb zusammengefasst. Die Produktion zu optimieren, Zeit und Kosten zu reduzieren und gleichzeitig die Qualität zu erhöhen stehen dabei letztendlich im Fokus. Die Forderungen nach einer engen Verzahnung zwischen Engineering und Produktion werden somit immer lauter.
Der Lehrstuhl für Arbeits- und Produktionssysteme (APS) der Universität Dortmund hat sich dieser Thematik angenommen. Am 14. Februar 2006 sollen im Verlauf eines Workshops die speziellen Interessen der Teilnehmer zu Themen des Digital Manufacturing diskutiert werden. Der Schwerpunkt soll auf der Integration von CAD/CAM, PDM und ERP liegen sowie auf der Weiterentwicklung vorhandener Maßnahmen zur Prozessoptimierung, Methoden und Werkzeugen.
Weitere Informationen zur ProSTEP iViP Challenge und den Workshops finden Sie im Internet unter www.prostep.org.
Möchten Sie an einem der Workshops teilnehmen? Bitte richten Sie Ihre Anmeldung an: ProSTEP iViP Verein, Ingrid Markrab, Telefon: +49-(0)6151-9287 443, E-Mail: ingrid.markrab@prostep.com.