Logo
  • Über uns
  • Projektgruppen
  • Services
  • Standards & Infos
  • Downloads
  • Events
  • Workshops
  • Presse
    • Presse Archiv 2007
    • Presse Archiv 2006
  • Home
  • Kontakt
  • Sitemap
  • Glossar
  • FAQ
  • Login
deutsche Version
Deutsch
english version
english version
 

Mai 2007 - ProSTEP iViP Science Days 2007 Neue Wege gehen – vernetzt!

Oktober 2007 - Darmstadt –- Die am 25. und und 26. September in Bremen unter dem Motto Integrated Engineering – From Patchwork to Network abgehaltenen ProSTEP iViP Science Days 2007 haben Zeichen gesetzt: Der Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Forschern aus Hochschulen, Instituten und Industrie im ProSTEP iViP Verein will die Maschen des Netzwerks enger knüpfen, um neue Impulse zu geben und Entwicklungen zu initiieren, wo die verfügbaren Methoden, Technologien und Werkzeuge an ihre Grenzen stoßen.

Professor Martin Eigner von der Technischen Universität Kaiserslautern spannte bereits in der Begrüßung den Bogen, der dann die zweitägige Veranstaltung beherrschte und in einem interessanten Vorschlag für ein Großprojekt seinen Höhepunkt fand: Trotz enormer Fortschritte auf dem Weg vom ersten CAD-Einsatz bis zum heutigen Produktentstehungsprozess unter Nutzung einer breiten Palette von IT-Applikationen sind wichtige Ziele, die sich die Gemeinschaft seit ihrer Gründung gesetzt hat, noch nicht erreicht. Welches sind die Kernanforderungen, die sich stellen? Wo müssen Lösungsansätze gesucht werden? Welche nächste Entwicklungsstufe ist das Ziel? Welche Wege führen dorthin? Diese Fragen beschäftigten die fast 100 Teilnehmer aus allen Teilen Europas in 21 Vorträgen und zwei Workshops.

Dr. Archim Heimann, bei SAP Leiter der Forschung mit Fokus auf PLM (Product Lifecycle Management), berichtete von ungewöhnlichen Ansätzen: Statt sich bei PLM wie bisher auf die Frage zu konzentrieren, wie das Wissen und die Daten unterschiedlichster Disziplinen auf der Basis vordefinierter Modelle miteinander integriert werden können, gilt die Aufmerksamkeit einer gemeinsamen Semantik. Als ein „Internet der Dinge und der Dienste“ stellt sich SAP die nächste Generation von PLM vor. Dabei setzt SAP vor allem auf die Gemeinschaften, die sich über das interaktive Web 2.0 bilden, und ist in diesem Zusammenhang Partner in dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ins Leben gerufenen Forschungsprogramm Theseus, das eine internetbasierte Wissensinfrastruktur entwickelt.

Claude Houellebecq, Renault, und Vittorio Romagnoli, ehemaliger Fiat Manager, warfen ihren Blick auf die aktuelle Situation aus der Perspektive des Jahres 1995. Damals waren im Rahmen des europäischen Projektes Advanced Information Technologies (AIT) klare Vorstellungen formuliert worden, wie der Digital Mock-up (DMU) bei der interdisziplinären Entwicklung komplexer Produkte helfen sollte. Interessant einerseits die historischen Folien, die den immensen Fortschritt zeigten, den die IT seither gemacht hat. Andererseits beeindruckte aber auch, wie präzise bereits vor über zehn Jahren etliche Forderungen formuliert wurden, die nach wie vor auf der Agenda stehen. Das DMU – so lautete die Zielsetzung – muss alle Funktionen beinhalten, die für Entwicklung, Design, Herstellung und Kundendienst wichtig sind. Es soll Grundlage sein für die Kommunikation zwischen allen Beteiligten und der Entscheidungsfindung auf allen Ebenen dienen.

Aus völlig verschiedenen Blickwinkeln analysierten die Referenten die Prozesse des Engineering, der Organisation und der Kommunikation, und beschränkten sich dabei keineswegs auf das Gebiet der Technik und der Technologie. Der menschliche Faktor, die kulturellen und psychologischen Aspekte weltweiter Zusammenarbeit in Entwicklungsprojekten, das frühzeitige Finden passender Partner für Konsortien, und immer wieder: die Suche nach der PLM-spezifischen Semantik, die helfen soll, die neuesten Internet Technologien für die Engineering Prozesse zu nutzen – es lag förmlich in der Luft, dass der Verein vor der Herausforderung steht, selbst neue Anstöße zu geben.

Professor Martin Eigner nutzte seine Keynote am Ende des zweiten Tages, um einen interessanten Vorschlag zu unterbreiten. Er erinnerte an das Leitprojekt integrierte Virtuelle Produktentstehung (iViP) aus dem Jahr 1998, dessen erfolgreiche Durchführung schließlich zu einem Teil des heutigen Vereinsnamens geführt hat. „Die im ProSTEP iViP Verein organisierten Forschungseinrichtungen haben in einem Brainstorming in den letzten Monaten erste Ideen gesammelt, die in ein erneutes Groß-Forschungsprojekt münden sollen. Alle Mitglieder sind jetzt eingeladen, sich an der weiteren Ausarbeitung dieses Projektvorschlags zu beteiligen.“

Die Ergebnisse des Brainstormings, die von Professor Eigner vorgestellt wurden, klangen, als ließe er alle wichtigen Lösungsfelder Revue passieren, die während der diesjährigen Science Days Thema waren. Fünf Kernbereiche kristallisierten sich heraus: 1. Der Ausbau der Entwicklungsmethodik zur intelligenten Nutzung der IT für ein funktionales und interdisziplinäres Modell. 2. Die Möglichkeit, bereits in der frühen Konzeptphase auf ein dynamisches DMU zu setzen. 3. Bessere Unterstützung der Planungs- und Entscheidungsfindung und der Dokumentation der Entscheidungsprozesse während der Produktentstehung. 4. Die Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zur Analyse der menschlichen Faktoren im Entwicklungsprozess. 5. Die Definition klarer Anforderungen für die nächste Generation von CAD- und PDM-Systemen. Professor Eigner: „Wir brauchen einen ganzheitlichen PLM Ansatz, der Methoden, Prozesse, IT-Lösungen und Technologie gleichzeitig berücksichtigt.“

Das Ergebnis der abschließenden Podiumsdiskussion zu diesem Vorschlag der Forschergruppe fasste Professor Eigner mit den Worten zusammen: „Wir müssen lernen, als Netzwerk und nicht als Individuen zu agieren. Zum Beispiel mit einem Forschungsprojekt, das hilft, öffentliche Gelder in sinnvolle und für die Industrie wirklich nützliche Aufgabenstellungen zu lenken.“


Dateien:
071019_PI_Science_Days_deutsch.doc

Von: ProSTEP iViP

<- Zurück zu: Presse Archiv 2007

 
© 2009 ProSTEP iViP e.V. | Impressum
Seite drucken Nach oben