
Februar 2008 - Darmstadt – Ob Crashsimulationen oder die virtuelle Bestimmung von Betriebslasten – mit der effektiven Einbindung der bei solchen Tests gewonnenen Daten in das Produktdatenmanagement (PDM) lassen sich Zeit und Kosten bei der Entwicklung neuer technischer Systeme sparen. Mit der ProSTEP iViP Recommendation PSI 4 „Simulation Data Management – Integration of Simulation and Computation in a PDM Environment (SimPDM)“ steht jetzt erstmals ein praxiserprobtes Datenmodell bereit, das die optimale Integration von Simulations- und Berechnungsdaten in eine PDM-Umgebung sicherstellt.
Die von der ProSTEP iViP Projektgruppe SimPDM in Zusammenarbeit mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA) entwickelte Empfehlung wurde auf Basis dreier Anwendungsfälle auf ihre Praxistauglichkeit überprüft. Zu den Anwendungsfällen zählten: Die Crashsimulation eines Gesamtfahrzeugs als FEM-Simulation, die Bestimmung von Betriebslasten auf einer virtuellen Prüfstrecke als MKS-Simulation sowie die Designabsicherung eines Ladeluftkühlers als CFD–Simulation (CFD: Computational Fluid Dynamics). Das Ergebnis ist laut Projektkoordinator Dr. Marcus Krastel (:em engineering methods AG) eindeutig: „Das von der Projektgruppe SimPDM entwickelte Referenzdatenmodell ist in der Lage, die Informationen aus allen drei Anwendungsfällen abzubilden und in ein PDM-System zu überführen. Somit kann mit der Implementierung dieses Referenzdatenmodells eine maßgebliche Effizienzsteigerung im Simulations- und Berechnungsprozess sowie bei der gesamten Entwicklung erzielt werden.“
Zu den Mitgliedern der ProSTEP iViP Projektgruppe SimPDM zählen neben namhaften Automobilherstellern- und Zulieferern auch Vertreter von Systemhäusern und Forschungseinrichtungen. Die ProSTEP iViP Recommendation PSI 4 (SimPDM) steht zum kostenlosen Download auf den Internetseiten des ProSTEP iViP Vereins zur Verfügung.