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Workshop 1

Szenario-Workshop "Future PLM"
Martin Geissen, Unity AG
Prof. Dr. Martin Eigner, TU Kaiserslautern

 

Abstract:

Heutige und zukünftige Herausforderungen und Veränderungen der virtuellen Produktentstehung stellen weitreichende Anforderungen an eine zukunftsrobuste PLM-Strategie und die Auswahl und Einführung der notwendigen PLM-Lösungen für Unternehmen.  Neben der wachsenden Produktkomplexität, der steigenden Variantenzahl und dem steigenden Virtualisierungsgrad sind zukünftig insbesondere der steigende Anteil an disziplin- und unternehmesübergreifenden Entwicklungen aber auch die konsequente Ausrichtung zum disziplinenübergreifenden Systems Engineering mit entsprechender Unterstützung durch PLM zu nennen. Optimierte Engineering-Prozesse und  IT-Lösungen als Basis und Enabler für ein effizientes Product Lifecycle Management kommen dabei eine weiter wachsende Bedeutung zu.


In dem „Szenario-Workshop Future PLM“ sollen auf Basis zuvor entwickelter Szenarien zur Beschreibung der zukünftigen Herausforderungen an die Produktentstehung gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern Anforderungen an zukünftige PLM-Lösungen gesammelt und diskutiert werden. Die eingangs vorgestellten Szenarien dienen dabei als Impulsgeber für die Anforderungssammlung und der anschließenden Diskussion.


Ziel des Workshops ist die Identifikation von Entwicklungspotenzialen als „weiße Flecken“ von PLM-Lösungen bzgl. der Abdeckung des Produktentstehungsprozesses, der relevanten Prozessbausteine aber auch möglicher funktionaler Anforderungen. Es soll so im Rahmen dieses Workshops eine konstruktive aber auch kontroverse Diskussion der für die Einführung Verantwortlichen auf Kunden- wie der Lösungsanbieterseite geführt werden.

Workshop 2

Entwicklung von JT-Anwendungen auf Basis der ISO/DIS 14306
Wolfgang Winstel, Steinbeis-Transferzentrum Rechnereinsatz im Maschinenbau (STZRIM)

 

Abstract:

In den letzten Jahren haben mehrere internationale Automobilhersteller entweder ihr CAD- oder ihr PLM-System ausgetauscht oder sind gerade dabei dies zu tun (z.B. Daimler, VW, Chrysler). Weitere OEMs denken (mehr oder weniger laut) über einen solchen Schritt nach. Nachdem in diesem Markt lange Ruhe herrschte, bringt die derzeitige PLM-Volatilität die eingefahrenen Prozesse gehörig durcheinander. Schließlich hängen mehrere tausend Zulieferer direkt oder indirekt an der Systemlandschaft ihrer Kunden und müssen sich an deren Änderungen anpassen. Vor diesem Hintergrund entstanden Initiativen, bei der Weiterverwendung der Konstruktionsdaten (Downstream Prozesse) unabhängiger von spezifischen CAD-Formaten zu werden und sich stattdessen stärker auf neutrale Datenformate zu stützen (siehe Daimler-Projekt „JT Primär“).


Obwohl das JT-Format nicht gerade für seine einfache Struktur bekannt ist, scheint es sich in diesem Bereich durchzusetzen. Dies wird einerseits dadurch begünstigt, dass JT u.a. sowohl facettierte Darstellungen transportieren kann, als auch exakte Geometrie (B-Rep), andererseits aber auch dadurch, dass sich prozessspezifische Zusatzinformationen in den PMIs (Product and Manufacturing Information) abbilden lassen. Zusätzlichen Vorschub leistet die bevorstehende Normung des JT-Formats (ISO/DIS 14306), die sehr stark auch durch die Initiative der deutschen Automobilindustrie getrieben wurde und die geplante Kombination von STEP (für die Strukturen, AP242) und JT (für die Geometrien).


Das STZ-RIM beabsichtigt auf Basis der ISO/DIS 14306 eine Reihe von „JT-Anwendungen“ zu entwickeln und möchte im Rahmen dieses Workshops die Pläne dazu darlegen und vor allem aber auch Feedback von potentiellen Anwendern und Entwicklungspartnern einholen. Außer an Basistools wie Viewern und Konvertern rechnen wir mit erhöhtem Bedarf an „Prozess-Tools“, da sowohl OEMs als auch Zulieferer die JT-Daten verstärkt als „Originalformat“ in bestimmten Teilprozessen einsetzen werden.

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