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ProSTEP iViP Symposium 2005: Abstracts

 

 

Integration der bisher getrennt arbeitenden Disziplinen in der Systemtechnik

 

Bei nahezu allen heutigen Aggregaten wie sie im Automobilbau Anwendung finden, ist die Integration von Mechanik und Elektronik noch eher selten. Bei den zukünftigen wird sich dies jedoch umkehren. Praktisch alle typischen Anwendungen aus dem Maschinenbau werden durch Elektronik erweitert, Funktionalität wird mehr und mehr in Software verlagert. Daher ist eine Integration der bisher eigenständigen Disziplinen Elektro-, Software- und Maschinenbauingenieurwesen zwingend erforderlich. Am Beispiel einer Software zur Programmierung für ECU's aus dem Hause Knorr-Bremse soll gezeigt werden wie die vollständig unterschiedlichen Welten des Software Configuration Managements mit der PDM-Welt verknüpft wurden, ohne dass die unterschiedlichen Paradigmen aufgegeben werden mussten. Enterprise PDM Funktionalitäten können so nicht nur einen Beitrag für die Anbindung der CAD Welt an die ERP Systeme leisten, sondern auch zur Verteilung und Kontrolle der Softwareprodukte an die Fertigungsstandorte dienen.

 

 

Effiziente Elektronikentwicklung mit Integration in ein globales PLM-System

Die Anzahl der Funktionen, die heute in Fahrzeugen von elektronischen Systemen überwacht und gesteuert werden, wächst überproportional. Die Lebensdauer elektronischer Teile und Komponenten ist in vielen Fällen wesentlich kürzer als die Lebensdauer eines Automodells. Wenn man den Produkt Lebenszyklus von elektronischen Entwürfen, Komponenten und Regeln, die sich auf die Verwendung dieser Teile in der Fertigung beziehen, effizient verwalten will, muß dieser Vorgang in den Produkt- und Designdaten Verwaltungsprozess des Automobilherstellers und Zulieferers völlig integriert werden. Eine firmenübergreifende Lösung, die den mechanischen Zusammenbau, die Erstellung von Softwareprogramme und die Entwicklung von elektronischen Baugruppen in einem System vereinigt, erfordert eine sehr starke Integration mit jedem einzelnen Schritt im Entwicklungs- und Konstruktionsprozess. Da aber alle drei Fachrichtungen, Mechanik Software und Elektronik ihre eigenen Anwendungsregeln, Prozesse und Datenintegrationen benötigen, die für die verwendeten CAD-Werkzeuge notwendig sind, ist es wichtig, auf deren Eigenheiten abgestimmte Methoden für das Lifecycle-Management anzuwenden.

Mit plm2plm bietet gedas eine Plattform an, die Standard Lifecycle Systeme wie eMatrix, SAP oder andere mit den CAD-Werkzeugen und der Designdaten Verwaltung für elektronische Baugruppen der globalen EDA-Anbieter integrieren kann. Am Beispiel eines global agierenden Automobilzulieferers der SAP, eMatrix, Enovia und Mentor Graphics Verwaltungs- und Designwerkzeuge benutzt, werden Unterschiede im Design- und Entwicklungsprozess im Vortrag dargestellt und Anforderungen, die einzigartig für den elektronischen Designprozess sind, herausgestellt.

 

 

Manage Product Complexity: Systems Lifecycle Management in der Automobilindustrie


Der Vortrag wird ein generisches Konzept einer SLM Systemarchitektur vorstellen, die die besonderen Anforderungen der Elektronik und Softwareentwicklung der Automobilindustrie unter dem Aspekt des Systems-Engineerings berücksichtigt. Der heutige vermehrte Einsatz von elektronischen Steuergeräten, die zunehmende Heterogenität der E/E-Architekturen und die Trennung von Hard- und Software werden durch etablierte Prozesse und vorhandene IT Lösungen nicht mehr ausreichend unterstützt. Aus diesem Grund verstärken Unternehmen der Automobilindustrie ihre Bemühungen, einen durchgängigen und abgesicherten E/E-Prozess unter dem Aspekt des Product Lifecycle Management mitsamt den dazugehörenden IT Systemen zu entwickeln, um auf diese Weise die zurzeit noch vorhandene Fokussierung auf mechanische Komponenten und MCAD-Lösungen aufzulösen.

Ziel ist es, das Produkt Automobil als ein komplexes Zusammenspiel von Systemen zu verstehen, das ein funktionierendes, abgestimmtes Miteinander (concurrent engineering) der verschiedenen technischen Produktentstehungs-Disziplinen Mechanik-, Elektrik/Elektronik-, Software- und Hydraulik-Engineering voraussetzt. Die E/E-Welt unter Einschluss der (embedded) Software besitzt eigene spezifische Prozessanforderungen wie kurze turn-around Zeiten und komplexe Konfigurationsprozesse, die in dieser Form und zeitlichen Abfolge in der mechanischen Welt so nicht existieren. Das generische Konzept einer SLM Systemarchitektur berücksichtigt neben der Prozesssicherheit und der Integration vorhandener Autorensysteme (von Requirements Engineering über CAx bis zu Test/Validierung) weitere Aspekte wie Collaboration (Zusammenarbeit Interdiziplinäre bzw. OEM - Zulieferer), Vorgehensmodelle für die Steuergeräte-Softwareentwicklung und insbesondere die Berücksichtigung und Weiterentwicklung von Standards (STEP, CMII, CMMI, Autosar, ASAM usw.) als mögliche Basis für zukünftige SLM Implementierungen.

Besonderer Wert wird dabei auf die prinzipielle Implementierbarkeit in unterschiedlichen PLM-Systemumgebungen gelegt, um unabhängig von spezifischen Produktkomponenten einsetzbar zu sein.

 

 

Managing Changes Over the Full Product Lifecycle

 

Until recently STEP has had its main focus on the design part of a product's life cycle. With the approval of PLCS/AP239, STEP is now broadening its scope significantly, to cover the In-Life/After Market/Product Support part of the life cycle and also Requirements. As a user of a product the In-Life phase is of course of interest but this interest is increasingly growing within the manufacturer and supplier communities. Product changes take place in the product design phase as well as the In-Life phase, and it is very important to manage this in a professional way. Changes to manufactured products will be required by design changes, quality problems, or by improvements and upgrades. Sometimes new features are supplied to already delivered products, in many cases by new versions of software in the product. Change management of products in use can increase revenue streams on existing products, and it is also a key to control and reducing the costs for warranty claims.

The PLCS (Product Life-Cycle Support) standard has mainly been developed and tested within the Aerospace and Defence industries but it is rapidly establishing interest elsewhere such as in the Automotive industry. PLCS encompasses central parts of the AP214 standard, already being used in the Automotive industry. It adds new information possibilities required for the management of product individuals and their related maintenance tasks. It is a standard that is building a bridge between design, manufacturing and the business of service and after market. This presentation will cover the basic features of the standard and will also include some example on how it is being used today by Land Systems Hägglunds, part of BAE systems, and a global defense contractor.



Collaborative Engineering erfordert gemeinsames Änderungsmanagement

Die Kooperation zwischen Kunden und Lieferanten während der Produktentwicklung und der Serienproduktion basiert zunehmend auf IT Lösungen, die sowohl die gemeinsame Nutzung von Daten oder deren Austausch unterstützen, wie auch Partnerübergreifende Prozesse. In diesem Umfeld ist Engineering Change Management (ECM) das nächste viel versprechende Betätigungsfeld für die Integration, sofern wohldefinierte Prozesse und IT- Realisierungen vorliegen. Dabei kann das Volumen der ausgetauschten Daten relativ groß werden. Der Austausch von Daten basiert zunehmend auf STEP, aber seine Anwendung für ECM war noch nicht genau definiert worden. Dies war die Motivation für die ProSTEP iViP Arbeitsgruppe Engineering Change Management, einen Vorschlag für eine VDA-Empfehlung zu entwickeln, der ein gemeinsames ECM für STEP-basierte Datenintegration und Prozessintegration ermöglicht. Um Investition zu schützen und um in der Lage zu sein, vorhandene Infrastrukturen für den Austausch von Produktdaten zu verwenden, ist hierbei ein wichtiges Ziel, dass Lösungen mit vorhandenen Änderungsmanagementsystemen und Rahmenbedingungen für Produktstrukturen verträglich sind. Dies war die Motivation für DaimlerChrysler und Delphi, ein Pilotprojekt basierend auf der entstehenden VDA-Empfehlung zu realisieren.

Nachdem auf den Bedarf für ein gemeinsames Engineering Change Management, aus Sicht von DaimlerChrysler und Delphi, aufmerksam gemacht worden ist, gibt die Präsentation eine Zusammenfassung von der, durch die ECM Arbeitsgruppe entwickelten, VDA Empfehlung. Einige Schlüsselergebnisse und deren Verwendung in der Pilotdurchführung werden dann detaillierter beschrieben: ein harmonisiertes Datenmodell für ECM Daten; und ein harmonisiertes Prozessmodell, das verwendet wird, um Interaktionsszenarien für den Austausch von Nachrichten zwischen den Partnern zu definieren. Es wird ein Überblick über die Pilotdurchführung gegeben, welche die anstehenden PLM Services verwendet, als auch erste 'Lessons Learned'.

 

 

Änderungsanträge digital kommunizieren

 

Im Rahmen eines die ECM Arbeitsgruppe des ProSTEP iViP e.V. begleitenden Pilotprojekts wurde der bidirektionale, workflow-gesteuerte asynchrone Austausch von digitalen Änderungsanträgen zwischen BMW und MSF ungesetzt und im Rahmen eines konkreten Fahrzeugprojekts zwischen BMW und MSF weiter entwickelt.

Im Beitrag werden zunächst die implementierten Austauschszenarien vorgestellt bevor die IT-seitig erforderlichen flexiblen und modularen Kommunikationslösungen näher beleuchtet und die Anforderungen an die Verwaltung der Änderungsanträge im jeweiligen Änderungsmanagementsystem der Partner BMW und MSF zusammengefasst werden. Neben den IT-seitigen Voraussetzungen erfordert der ECM-basierte Informationsaustausch auch organisatorische und prozessbezogene Maßnahmen sowie ein klares Commitment zu deren Umsetzung. Ein weiterer Schwerpunkt des Beitrags ist die Gegenüberstellung des durch STEP optimierten Austauschprozesses mit der bisher üblichen Arbeitsweise. Der Beitrag resümiert die im Projekt gemachten Erfahrungen und es werden Empfehlungen hinsichtlich der Übertragung der erarbeiteten Ergebnisse und Lösungen auf andere OEM’s und Zulieferer abgeleitet, wobei auch diejenigen Aspekte beleuchtet werden, welche projekt- oder systemspezifisch zu adressieren sind. Abschließend werden den erforderlichen Maßnahmen die erzielbaren Nutzenpotentiale in Form der erreichten Zeit- und Kostenersparnis, Prozesssicherheit sowie Qualitätssteigerung gegenübergestellt.

 

 

Partnerschaften & Kooperationen - Herausforderungen an unternehmensübergreifende Integration

 

Die steigende Anzahl von Kooperationsprojekten in der Entwicklung verändert die Zusammenarbeitsmodelle der Gegenwart gravierend. In der Vergangenheit waren Partnerschaften im Regelfall durch den OEM geprägt, der die Bedingungen der Partnerschaft festlegte. Heutige Partnerschaften werden unter gleichberechtigten Partnern geschlossen (z.B. gemeinsame Motorenentwicklung von Ford und PSA, gemeinsame Entwicklung SUV von VW / Porsche) oder die Entwicklung/Produktion von Gesamtfahrzeugen werden durch große Zulieferer (z.B. AUDI TT durch Karmann, BMW X3 durch MSF) getätigt. Diese Arten von Kooperationen benötigen neue Wege in den technischen Lösungen. So ist z.B. eine erste funktionierende IT Kommunikationslösung für die technische Kommunikation (CAD und PDM) innerhalb von 3 Monaten zum produktiven Einsatz zu bringen, um nicht die gewünschten Effektivitätsvorteile zu verlieren. Auch in Umfang und Komplexität stehen hier neue Herausforderungen bevor. So sind z.B. die technischen Daten inkl. der Konfigurationsmöglichkeiten auszutauschen oder der Deltadatenaustausch von Gesamtfahrzeugen ist zu bewältigen.

 

 

B2B Portale und virtuelle Projekträume: Die Collaboration-Plattform der Zukunft


Die zukünftigen Herausforderungen des Produktentstehungsprozesses bei BMW sind gekennzeichnet durch einen zunehmenden Bedarf, Dienstleistungen wie etwa die Entwicklung von Bauteilen und Modulen oder sogar die gesamte Serienentwicklung zu Partnerfirmen auszulagern. In naher Zukunft wird sich BMW mehr und mehr zu einem gleichberechtigten Partner in sich spontan bildenden Entwicklungsnetzwerken wandeln, welche sogar 2nd Tier Zulieferer umfassen können. Nicht zuletzt der Wunsch, die sogenannten „Resident Engineers“ zu den jeweiligen Partnerfirmen zurückzuverlagern, verlangt nach neuen Informationstechnologien und neuen Konzepten, um unsere Partner in den Produktentstehungsprozeß bei BMW zukünftig einzubinden.

BMW hat diese Herausforderung bereits angenommen und seinen Partnern den Zugang zu Anwendungen und Daten über das Internet ermöglicht, in dem ein B2B-Portal, das sogenannte „BMW Partner Portal“ etabliert wurde. Die zunehmende räumliche und zeitliche Trennung der Prozeßpartner, die einen Beitrag zu einem Fahrzeugprojekt leisten, verlangt nach einer “Virtualisierung” der Projektfläche in unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum, d.h. nach einer Collaboration Plattform, um einen raschen Kommunikationsfluß im Fahrzeugprojekt sicherzustellen. Diese Collaboration-Plattform wird in das BMW Partner Portal integriert werden und damit den nächsten signifikanten Schritt darstellen, um die Zusammenarbeit mit unseren Partnern noch besser zu unterstützen.

Der Vortrag gibt eine Einführung in die Konzepte eines “Virtuellen Projektraums” und zeigt, wie unseren Partnern ein rollenbasierter Zugang zu virtuellen Projekträumen über das BMW Partner Portal gewährt werden kann.

 

 

Collaborative Virtual Reality - Abstimmung von digitalen Datenkontrollmodellen über Standorte

 

Durch die Etablierung der Audi Markengruppe erfährt das Simultaneous Engineering (SE) einen weiteren Freiheitsgrad der Globalisierung. Entwicklungsteams an mehreren Standorten arbeiten intensiv an gemeinsamen Projekten und durchlaufen hierbei regelmäßig Abstimmungsrunden, die bislang hohe Reisetätigkeiten ausgelöst haben. In dem Beitrag werden aktuelle Möglichkeiten von kollaborativer Highend-Visualisierung vorgestellt, die neuen Anforderungen an die Kommunikation diskutiert und die nötigen Prozessanpassungen für eine erfolgreiche Einführung angesprochen.

 

 

Durchgängigkeit von Simulationsinformationen über Disziplingrenzen in einer virtuellen Umgebung

 

Der Aufwand für die Verwaltung von Produktinformationen wächst signifikant mit steigender Datenmenge und –komplexität. Firmenweite Systemintagrationslösungen im technischen Bereich sind heute weitestgehend begrenzt auf Daten aus der Konstruktion. Grundlage ist der relativ große Überlappungsgrad beim Informationsgehalt der verschiedenen eingesetzten CAD-Systeme. Ganz neue Anforderungen ergeben sich auf Grund der auftretenden Komplexität beim Aufbau von Produktstrukturen über die Grenzen verschiedener Ingenieursdisziplinen hinweg, da dort der gemeinsame Informationsgehalt relativ gering ist - wie beispielsweise bei Daten aus Konstruktion und Produktsimulation. Derartige disziplinübergreifende Strukturen ermöglichen eine neue Qualität bei der Abbildung der Produktenstehungsgeschichte und –konfiguration und stellen einen ersten Schritt zu einer interdisziplinären Integration dar.

Eine Ausweitung dieses Ansatzes auf die gemeinsame Nutzung von Anwendungsdaten anderer Disziplinen stellt jedoch noch deutlich höhere Anforderungen. Dazu ist es notwendig, die in der Produktstruktur organisierten Informationsobjekte in einer Weise zu anzupassen und zu standardisieren, daß sie von den Systemen und Werkzeugen verschiedener Disziplinen verarbeitet werden können. Grundvoraussetzung dafür ist eine entsprechende Strukturierung und Modularisierung der Prozesse, die mit diesen Informationsobjekten konfrontiert sind. So ist es beispielsweise erforderlich, die Prozessabläufe im Bereich der Simulation so zu strukturieren, daß sie über wohl definierte Eingangs- und Ausgangsinformationen verfügen. Damit wird die Grundlage geschaffen für eine Festlegung derartig gemeinsam nutzbarer Informationsobjekte.

 

 

PLM in den frühen Entwicklungsphasen

 

Die frühe Phase der Produktentwicklung hat maßgeblichen Einfluss auf die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens. Um eine markt- oder technologiegetriebene Produktidee in ein erfolgreiches Produkt umzusetzen, werden Hilfsmittel benötigt, die bereits vor der CAD-Modellierung ansetzen: Anforderungen werden strukturiert erfasst und unter Zuhilfenahme von firmenspezifische Funktionsbibliotheken in eine konzeptionellen > Produktstruktur umgesetzt. Aus dieser wird eine Stückliste abgeleitet, begleitet von der CAD-Modellierung. Anhang eines praxisbezogenen Fallbeispiels zeigt der Vortrag auf, wie diese Schritte durchgängig - und damit ohne „Übersetzungsverluste" - mit einer geeigneten Product Lifecycle Management (PLM) Lösung ausgeführt werden können.

 

 

Ein allgemeiner Ansatz zum Management von Daten aus der Produktvalidierung

Die Produktvalidierung bekommt eine zunehmend wichtigere Rolle im Produktentstehungsprozeß und damit für die revisionssichere Dokumentation. Komplexe Produkte, wie Fahrzeuge, haben mehr als 1000 Eigenschaften, die überprüft werden müssen hinsichtlich ihrer Erfüllung während des Produktlebenszyklus von der frühen Phase der Konstruktion bis zur Auslieferung an den Kunden und der Erfüllung von Gewährleistungen.

Die Produktvalidierung ist vollständig in den Produktentwicklungsprozeß integriert und ist daher Bestandteil des unternehmensweiten Workflow und der verteilten Entwicklung. Die Ergebnisse der Validierung von Produkteigenschaften werden von dem System G.I.S verarbeitet, auf das verschiedene Entwicklungsabteilungen im Rahmen einer effizienten Integration innerhalb des Unternehmens zugreifen können. Da einzelne Produkteigenschaften nicht für jede konfigurierbare Fahrzeugvariante überprüft werden müssen, unterstützt GIS die Abbildung von Produktstrukturen von Fahrzeugen. Eine Anzahl von Motor-Getriebe- sowie Karosserievarianten wird im GIS Datenmodell abgebildet und kann einfach abgerufen werden.

GIS ist als Client-Server-System mit einer Drei-Schicht-Architektur implementiert und kann für eine große Anzahl Benutzer beim OEM und seinen Systemlieferanten skaliert werden. Rollen- und Rechtekonzepte sowie Sicherheitskonzepte wurden bei dem Entwurf des Systems berücksichtigt. Die Ergebnisse der von GIS verarbeiteten Daten können mit einem Reportsystem für Managementpräsentationen sowie der Überwachung des Entwicklungsstandes einfach ausgewertet werden. Es dient auch zur Steuerung der Produktvalidierungen.

 

 

Ein weltweites PLM Backbone in einer heterogenen Landschaft - Eine Fallstudie


Kein strategisches IT-Projekt kann heute noch auf der "grünen Wiese" starten. Jedes Unternehmen hat bereits signifikante Investitionen in verschiedenste IT-Systeme hinter sich. Je dezentraler ein Unternehmen organisiert ist, desto größer ist die Vielfalt der eingesetzten Systeme und die damit verbundenen Schnittstellenprobleme.

Neben den IT-technischen Herausforderungen bedeutet dies vor allem ein strategisches Problem: Änderungen, die nötig sind, um sich ständig zu verbessern, werden immer schwieriger oder gar unmöglich. Robert Bosch hat nun ein Konzept entwickelt, gleichzeitig den Nutzen aus den bestehenden Investitionen zu maximieren und eine Plattform zu schaffen, auf die alle Systeme und Personen zugreifen können, die produktbezogene Daten erzeugen oder verwenden. Damit sollen einerseits die Lücken gefüllt werden, die mit den derzeitigen Systeme nicht gelöst sind, andererseits aber auch die Kommunikation zwischen den vorhandenen Systemen verbessert oder sogar ermöglicht werden und weiterhin eine Option geboten werden, zukünftig immer weniger verschiedene Systeme zu nutzen.

Aufgrund der hohen Standard-Funktionalität, der einzigartigen Flexibilität des Systems und der zu Grunde liegenden modernen Technologie hat sich Bosch entschieden, dieses weltweite, über alle Unternehmensbereiche greifende "PLM backbone" mit Matrix10 aufzubauen. Im Folgenden werden die Ziele und Methoden vorgestellt.

 

 

Messung des Geschäftserfolges von Product Lifecycle Management - Business Cases in der praktischen Anwendung


Investitionen in Product Lifecycle Management Systeme müssen heute in der Regel durch eine fundierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung begründet werden. Siemens Business Services und der ProSTEP iViP Verein haben dazu eine Methode erarbeitet und erste Erfahrungen in der praktischen Anwendung gesammelt.

Der Vortrag stellt die Inhalte sowie das Vorgehen der Methode dar und geht auf die Risiken sowie die kritischen Erfolgsfaktoren von Wirtschaftlichkeitsrechnungen ein. Darüber hinaus werden Hinweise für die Vorbereitung und Durchführung eines Business Case Projektes gegeben.



Globale Synchronisation von CAD-Materialdaten auf Basis einer zentralen Werkstoffverwaltung im PLM-System

Um den Anforderungen der OEM hinsichtlich der Lieferung von Daten an eine zentrale Werkstoffdatenbank ("IMDS" - Internationales elektronisches MaterialDatenSystem) gerecht zu werden, wurde bei Continental Teves bereits in 2003 eine Integration zwischen den SAP-Modulen EH&S (Environment, Health und Safety) und SAP PLM realisiert.

Das bei Continental Teves eingesetzte MCAD-System CATIA V5 verfügt über eine eigene Materialwerkstoffdatenbank. Bei Konstruktion von Einzelteilen bzw. Baugruppen kann einer Geometrie eine Materialinformation aus dieser CATIA-eigenen Datenbank zugewiesen werden. Die Information ist damit auswertbar.

Da durch den Einsatz von SAP PLM bereits eine umfassende Material- und Werkstoffdatenbank besteht und Daten möglichst nicht redundant gepflegt werden sollen, wurde ein Projekt zur Anbindung des EH&S an die CATIA V5 Materialdatenbank durchgeführt.

Der Beitrag beschreibt Konzepte und weiltweite Anwendung der Lösung.

 

 

Digital Engineering Visualization und STEP Einsatz im Umfeld Zusammenarbeit mit Lieferanten

  • Pontential und Einsatzgebiete Engineering Portal / Visualisierung/ Engineering Collaboration im Umfeld Datenaustausch/ Collaboration mit Suppliern
  • Visualisierung von PMI / FD&T Data (Production Manufacturing Information)
  • Datenaustausch/ Data Sharing
  • Kombinationen STEP AP214 und JT Formate
  • Praxis - Beispiele DaimlerChrysler (incl. Lieferantendatenaustausch)
  • Erfahrungen und Trends Datenaustausch STEP AP214
  • Zusammenwirken, Aufgaben, Übersicht Gremien und Projekte (VDA, ProSTEP, JT Open, JT User Group, SASIG, DEV,...)
  • Anforderungen an standardisierte Visualisierungsformate und Engineering Collaboration Tools
  • Lessons learned, zukünftige Challenges

 


Visualisierungsszenarien für die Produktentwicklung


Methoden der Virtuellen Produktentwicklung basieren auf mathematisch beschriebenen Modellen und bieten daher für die Modellierung und die Weiterverarbeitung der Daten eine hohe Qualität. Wegen der vielfältigen Ausprägungen der Zusammenarbeitszenarien und der verschiedenen Rollen der Kooperationspartner beim Collaboartive Engineering besteht jedoch ein hoher Kommunikations-, Koordinations- und Abstimmungsbedarf zwischen allen Beteiligten. Diesem tragen die Produktmodelle und ihre CAD/PDM Anwendungen nur in unzureichendem Maße Rechnung.

Auch beim Collaborative Engineering spielt der Datenaustausch eine zentrale Rolle. Beim „klassischen“ CAD oder PDM Datenaustausch handelt es sich dabei um analytische und parametrische Geometrie, Features, Maßbilder mit Tolerierung, Produktstruktur sowie administrative und organisatorische Information. Visualisierungsdaten bilden dagegen eine vereinfachte Repräsentation der Geometrie durch Verzicht auf Parametrik und Featurestruktur sowie ggf. Approximation durch Tesselierung und Triangulation ab. Systeme zur Visualisierungsdatenverarbeitung besitzen Eigenschaften wie die Verarbeitung so genannter „Levels of Detail“, Messen und Verarbeitung der Produktstruktur zur Analyse von Produktdaten sowie weitere Funktionen wie virtuelle Konferenzen, „Markups“ und „Issue Management“ zur Unterstützung der Kooperation zwischen den Beteiligten.

Im Vortrag wird das Collaborative Engineering erläutert und die Eigenschaften der Visualisierungsdaten vorgestellt. Firmenübergreifende Anwendungsszenarien werden erarbeitet und diskutiert sowie Erfahrungen aus dem industriellen Umfeld vorgestellt.

 

 

PLM Services - ein neuer OMG Standard zur Umsetzung von Collaborative Engineering


Durch Partner- /Zuliefererintegration, den Aufbau von “Value Networks“ wird das Engineering in den kommenden 5-7 Jahren sehr stark revolutioniert. Dies bedarf eine Unternehmens- und Systemübergreifende Kollaboration (Collaborative Environments). Die verbreitete Einsystemstrategie (OEM/Supplier) stößt zunehmend an ihre Grenzen (Kosten, Aufwand, Grad der Heterogenität). Zudem fordert die Industrie mehr und mehr den Einsatz von “Best in Class Tools“. Dies erfordert flexible, standardisierte Kollaborationsbausteine. Die PLM-Services sind der erste internationale Standard, der in der Lage ist unterschiedliche Produktdaten verwaltende Systeme sowohl Daten- als auch Funktionsseitig zu verbinden und ist somit eine Basistechnologie zum Aufbau von “Collaborative Environments“.

Der Vortrag gibt Antwort auf folgende Fragen:

  1. Was sind die PLM-Services, was leisten sie, was nicht, Überblick zum Stand der Arbeiten?
  2. Was sind die wesentlichen Einsatzgebiete (PDM/PDM, PDM/TDM, ECM, PDM/Dokumentation); welche Potentiale ergeben sich?
  3. Welche Erfahrungen aus ersten Implementierungen sind vorhanden (Referenzimplementierung, ECM Prototyp, DC/Delphi-Projekt etc.)?
  4. Wo und welche Unterstützung finden Unternehmen bei der Einführung/Umsetzung (Vorstellung Leistungsangebot des PDM-IF, andere Partner)?
  5. Wie sieht die Weiterentwicklung/Ausweitung aus (Scope 2 Jahre)?
  6. Wie gehen wir mit der parallelen Entwicklung von anderen proprietären Lösungen der IT-Supplier um (z.B. PLMXML, 3DXML)?
  7. Welche Strategie zur Ausbreitung/Verbreitung der PLM-Services verfolgen wir?

Im Ausblick wird aufgezeigt wie auf Basis der PLM-Services neuartige flexible Webbausteine aufgebaut werden können, die eine stärkere Modularisierung der heute noch monolithischen SW-Bausteine ermöglicht wird.



PDM-basierter Strukturdatenaustausch im Kontext neuer CAD-Anwendungen

Ein optimierter Prozess sowie der Einsatz unterstützender IT-Lösungen für den Austausch technischer Strukturdaten zwischen OEM’s und Zulieferern stellt einen wesentlichen Faktor bei der Verkürzung von Entwicklungszeiten dar. Im Kontext von Catia V4 hat sich zum bidirektionalen Austausch mehrstufiger Assemblystrukturen der PDM-Strukturdatenaustausch basierend auf STEP AP214 etabliert. Mit der Einführung von Catia V5 ergeben sich neue Anforderungen an das Management der mit Catia V5 erzeugten Strukturen im PDM-System und damit auch an den PDM-basierten Strukturdatenaustausch. Diese resultieren u.a. aus der Notwendigkeit, Catia interne Links mit den in PDM verwalteten Strukturen konsistent zu halten. Dies geschieht bei OEM und Zulieferer, nicht zuletzt bedingt durch den Einsatz unterschiedlicher PDM-Systeme, i.d.R. auf unterschiedliche Weise, die wiederum deutliche Auswirkungen auf die Methodik und die eingesetzten Werkzeuge beim Datenaustausch hat.

Der vorliegende Beitrag stellt zunächst die durch die Einführung von Catia V5 bedingten neuen Anforderungen an die Handhabung von Assemblystrukturen im PDM-System und beim PDM-basierten Strukturdatenaustausch dar. Es werden die bei Daimler und Keiper verwendeten Ansätze im Kontext PDM und Catia V5 vorgestellt und deren Auswirkungen bzw. mögliche Problembereiche für den Strukturdatenaustausch beleuchtet. Darauf aufbauend wird die jeweilige methodische und IT-technische Umsetzung des STEP AP214 basierten Strukturdatenaustauschs präsentiert.

Abschließend werden die beim Datenaustausch im Rahmen konkreter Projekte gemachten Erfahrungen und „Lessons Learned“ -auch im Vergleich zum Austausch von Catia V5-Daten ohne STEP- zusammengefasst.

 

 

Produktvisualisierung am Beispiel des A380: Herausforderungen an die Datenqualität bei einer DMU Lösung

 

In der Luftfahrt spielt die 3D-Visualisierung eines der komplexesten Produkte eine große Rolle. Nicht allein um Entwicklungszeit zu reduzieren werden digitale Modelle in frühester Phase angefertigt, sondern auch, um Kunden oder Mitarbeitern Auswirkungen von Anforderungsänderungen in Sekundenschnelle vor Augen zu führen und nicht zuletzt, um Fehlerquellen frühzeitig zu entdecken und zu beheben. Dieser Vortrag erläutert am Beispiel der A380 wie Produktdaten von Beginn an einer strengen Qualitätsprüfung unterliegen, um sowohl auf Fehler hinzuweisen als diese auch durch integrierte Reparaturmethoden zu beheben. Dadurch werden Folgeprozesse, z.B. NC-Programmierung, erheblich optimiert. Weiterhin werden Methoden und Best Practices des Error Handlings aufgezeigt. Nicht zuletzt stellt eine DMU-Lösung großes Potenzial zur Weiterverwendung der Produktdaten für abgewandelte Produktmodelle bereit.

 

 

Effiziente Anwendung und Nutzung von Produktstrukturen im Product Lifecycle Management

 

Verschiedene Produktstrukturen ermöglichen unterschiedliche Sichten auf ein Produkt im Produkt Lebenszyklus. Die Produktstrukturen haben zentrale Aufgaben für die Konfiguration eines Produktes und das Change Management, welches im Kern die einzelnen Elemente der Produktstruktur, die Verbauung der Elemente und deren Gültigkeitsmanagement einer formalen Änderungskontrolle unterwirft. Im Rahmen der Entwicklung des Eurofighter Programms hat die EADS M verschiedenste Produktstrukturen entwickelt und zur Anwendung gebracht. Die Systemstruktur wird von den Systemingenieuren, dem Product Support und vom Qualitätsmanagement zur Nachweisführung benutzt. Die physikalische Struktur ist das Werkzeug der Konstruktion um in Zusammenarbeit mit der Fertigung den Baubarkeit sicher zu stellen. Die „As-built“ Produktstruktur stellt sicher, dass Abweichungen von „as-designed“ festgestellt und dokumentiert werden. Daher wird diese Struktur auch dazu genutzt, um den Zustand des Produkts bei der Lieferung an den Kunden zu beschreiben, wobei z.B. die Serialnummern für verbaute Geräte eine wichtige Rolle spielen. Weiterhin wird dargestellt, das noch weitere Sichten als notwendig erachtet werden, wie z. B. eine Zonenstruktur. Im Kontext der Produktstrukturen muss auch das Thema 3D-Geometrie, Digital Mock-Up und 3D-Visualisierung für Bereiche außerhalb der Konstruktion diskutiert und gelöst werden. Ein weiteres kritisches Thema ist die Methode, wie Nachrüstungen, welche ja mehrere Male entlang des Lebenszyklus auftreten, mit der Produktstruktur abgebildet werden können. Das volle Potential der verschiedenen Produktstrukturen kann erst dann genutzt werden, wenn die Produktstrukturen miteinander verknüpft werden. Da diese Verknüpfungen bis jetzt nicht innerhalb eines PDM Systems verfügbar waren und gepflegt wurden, wird auch die Frage angesprochen, wie die Prozesse zwischen den verschiedenen Bereiche neu geregelt werden mussten. Dieser Themenkomplex ist mit der Zuordnung und Freigabeabhängigkeit von Dokumenten zu Produktstrukturknoten verbunden.

Weiterhin hat sich gezeigt, dass die klassischen Produktstrukturen allein nicht ausreichend sind, um alle Belange eines modernen PLM zu gewährleisten. Oft ist es angebracht „Container“ zu verwenden, die zusätzliche Ordnungskriterien ermöglichen. Dies wird am Beispiel der Sicherstellung von Software/Hardware Kompatibilität dargelegt. Produktstrukturen sind zum Kern des PLM geworden. Sie stellen nicht nur sicher, dass einzelne Disziplinen ihre Aufgaben durchführen können, sondern sind die Brücke um die Verbindung zwischen den Disziplinen sicherzustellen und so dem Motto „Create once, use many times“ möglichst nahe zu kommen.

 

 

Endorsing Open International Standards to Ensure Product Information Interoperability


Airbus has formalized and validated its policy of use of open international standards such as STEP for Product data interoperability. This presentation that aims at communicating about this decision, will cover the following items.

  1. Summary of the Airbus endorsement of international open standards for Product data interoperability, focused at first on STEP data interchange & long term archiving,
    a. Overview of the scope of aerospace product data interoperability, and the main characteristics of open standards, from Airbus business perspectives,
    b. Airbus Business drivers for use of STEP ISO standards,
  2. Examples of representative operational success stories of use of STEP at Airbus and lessons earnt:
    a. Operational use: CAD & PDM interchanges,
    b. Development projects: FEM interchange, CAD-PDM LTA, ...
  3. Need of a framework for aerospace product information interoperability, involving different standardization bodies or public consortiums (ISO STEP, OMG, W3C, OASIS, ...)
  4. Importance of users consortiums and pilots projects for product information interoperability, to define new recommended practises and to support the deployment of new interoperability solutions
  5. Conclusions: Airbus key messages and main priorities for the next 5 years."

 

 

Einsatz wissensbasierender Konstruktions- und CAD-Methoden zur Optimierung von Entwicklungsprozessen

 

Erfolgreiche Produkte sind heute durch Produktinnovationen, kurze Entwicklungszeiten und schnelle Markteinführungen gekennzeichnet. Der gezielte Umgang mit Wissen innerhalb der Produktentwicklung zählt dabei zu den entscheidenden Faktoren. Angesichts der steigenden Komplexität neuer Produkte, der Ausschöpfung von Verbesserungspotentialen und des wachsenden Zeit- und Kostendrucks kann dies heute kaum noch mit konventionellen Instrumenten optimal gelingen. Die wissensbasierende Konstruktion unter Einsatz geeigneter CAD-Methoden kann hier den Konstruktions- und Entwicklungsprozess unterstützen.

In diesem Beitrag werden Methoden und Funktionen moderner CAD-Systeme für die Erfassung, Abbildung und Anwendung von Produktwissen für Entwurf, Konstruktion und Entwicklung vorgestellt. Dazu werden zunächst die umfangreichen Funktionalitäten zur wissensbasierenden Konstruktion in die drei Kategorien Parametrik, Featuretechnologie und Automation eingeteilt. Anhand dieser Klassifizierung werden typische Einsatzbereiche der jeweiligen Funktionen umrissen und die Entscheidungskriterien für die Auswahl von Instrumenten der CAD-Technologie erläutert.

Darüber hinaus werden Anwendungsfälle für den Einsatz wissensbasierender Anwendungen aufgezeigt. Beispielhaft werden dazu wissensbasierende Vorlagen für die CAD-Modellierung zur Vereinfachung und Optimierung der Konstruktion sowie wissensbasierende Entwicklungsumgebungen zur Integration von Prozessen, Methoden und Werkzeugen aus den Bereichen Automobil- und Luftfahrtindustrie vorgestellt. Abschließend werden Nutzen und Aufwand bei der Einführung und dem Einsatz wissensbasierender Methoden sowie Erfolgsfaktoren diskutiert.

 

 

Die Integration von Multi-CAD Datenaustausch in eine PLM-Umgebung


Viele Firmen der Zulieferer-Branche produzieren heute an global verteilten Standorten, die durch ein Netzwerk von verteilten Entwicklungsteams unterstützt werden. Zusätzlich erwarten die Automobilhersteller von ihren Zulieferern eine enge Zusammenarbeit in der Entwicklung und Unterstützung bei der Verkürzung der Entwicklungszyklen für neue Produkte. Der Austausch von Engineeering-Daten ist daher ein zunehmend wichtiger Geschäftsprozess.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und die internen Prozesse entlang der Wertschöpfungskette zu verbessern, haben viele Zulieferer Product Lifecycle Management (PLM) Systeme eingeführt oder sind im Begriff sie einzuführen. Dies beinhaltet die Verwaltung von Produktmodelldaten unmittelbar im PLM System oder zumindest eng gekoppelt an das PLM System.

Der CAD Datenaustausch hat sich gleichermaßen vom Austausch von Einzelteilgeometrien hin zum Austausch von komplexen Baugruppenstrukturen entwickelt. Die Zulieferer müssen dabei die unterschiedlichsten Anforderungen ihrer Kunden und Partner bezüglich der Austauschkonventionen sowohl auf Grundlage von nativen CAD-Formaten als auch von neutralen Austauschformaten erfüllen.

Der Vortrag beschreibt die Implementierung einer Multi-CAD-Datenaustauschlösung in einer mySAP PLM-Umgebung bei einem deutschen Automobilzulieferer. Der Austausch von Massendaten mit allen großen OEMs sowie mit Tier 2/3 Zulieferern wird über diese Lösung abgewickelt. Ein Schwerpunkt der Entwicklung war die nahtlose Integration der externen Kunden- bzw. Partnerdaten in die internen PLM-Prozesse durch Import- und Exportfunktionen in die/aus der mySAP PLM-Umgebung.

 

 

CAE-Datenmanagement


In den Unternehmen übernehmen PDM-Systeme die Steuerung der Pozessabläufe und die Verwaltung der Produktdaten, wobei im Bereich der Konstruktionsabteilungen die Integration von Produktstruktur/Stücklisten und CAD-Daten schon weit fortgeschritten ist. Im Gegensatz dazu liefern CAE-Systeme im Rahmen der virtuellen Produktabsicherung durch Simulation und Berechnung erst zeitversetzt ihre Ergebnisse. Oftmals stimmen dadurch der aktuelle Entwicklungsstand des Produktes und die ermittelten Berechnungsergebnisse nicht mehr überein. Die Zielsetzung für die Unternehmen muss sein, die CAE-Systeme synchron an den Entwicklungsprozess zu koppeln und die Daten der CAE-Systeme innerhalb eines PDM-Systems zu verwalten.

Aus diesem Grund müssen zukünftig Simulationsmodelle sowie die erzeugten Ergebnisse im PDM-System mit engem Bezug zu den Konstruktionsdaten verwaltet werden. Um eine konsistente Datenhaltung zu gewährleisten, muss ein definierter Strukturabgleich zwischen den Simulationswerkzeugen und dem PDM-System erfolgen. Diese Themenstellungen wurden im Jahr 2004 im Rahmen der ProSTEP iViP e.V. Projektgruppe SimPDM „Integration der Simulation und Berechnung in eine PDM-Umgebung“ diskutiert und Konzepte sowie Lösungsansätze erarbeitet.

Der Workshop hat zum Ziel basierend auf dem gegenwärtigen Entwicklungsstand der Projektgruppe SimPDM Trends, mögliche Lösungsansätze und deren Nutzung zur Optimierung eines CAE-Datenmanagements mit Anwendern, Systemanbietern und Forschungseinrichtungen zu diskutieren. Dazu sollen die in SimPDM definierten Anforderungen an ein CAE-Datenmanagement, die entwickelten MKS- und FEM-Partialmodelle und die durchgeführten Validierungen vorgestellt und der Allgemeingültigkeit mit den Workshop Teilnehmern überprüft werden.

 

 

Collaboration at the Edge - the Challenge of Disruptive Innovation and Process Efficiency

Die Veranstaltung setzt das Experiment, das mit dem Workshop „Innovation in der Wissensgesellschaft – Was kommt nach „Best Practices?“ beim ProSTEP iViP Symposium 2004 begonnen wurde, fort. Diesmal sind Teilnehmer eingeladen, sich mit Fragen im Grenzbereich von Innovation und effizienter Produktion auseinander zusetzen. Der Workshop bietet ein kreatives Umfeld, Möglichkeiten der Zusammenarbeit in diesem Spannungsfeld zu entdecken. Zugrunde liegt die Erkenntnis des Biologen Humberto Maturana , dass „Gestalten und Verwalten (Managen) grundsätzlich inkompatible Strukturen darstellen – die Anwendung der Regeln der einen auf die Gegebenheiten der anderen ist, als würde man Schach nach den Regeln des Damespiels spielen“.

“Disruptive Innovation” bezeichnet hier Produkte, Services und Prozesse, für die es am Beginn der kreativen Exploration noch keine klaren Ausprägungen gibt. Die Auswirkungen dieser Art von Innovation auf die Organisation sind beträchtlich. Fast immer verlangt die Umsetzung signifikante Veränderungen im Denken und im Verhalten. Oft aber sind Organisationen bereits so tief im vorherrschenden „Effizienz-Paragidma“ verhaftet, dass sie inflexibel gegenüber radikaler und notwendiger Veränderung sind. Unterschwellig ist dies oft von einem „nur nicht am Bestehenden rütteln“ begleitet, obwohl deutlich ist, dass nichts tun andere zum Tun veranlasst – oft völlig unerwartet und mit verheerenden Folgen .

Der Workshop ermöglicht, kreative und spielerische Energien der Teilnehmer, individuell und in Gruppen, freizusetzen und diese mit beruflichen Erfahrungen zu kombinieren. Teilnehmer können dadurch neue Aspekte von Inspiration, Kreativität und Motivation an sich zu entdecken.



Standardisierungsaktivitäten in Elektronik und Software-Entwicklungsprozessen der Automobilindustrie

Auf diesem Workshop soll mit den Teilnehmern des ProSTEP iViP Symposiums über weitere Standardisierungsaktivitäten diskutiert werden, sowie ein Erfahrungsaustausch erfolgen.

Folgende Fragestellungen sollen den Rahmen bilden:

Informationsmanagement in Elektronik und Software-Entwicklungsprozessen -
was bringen die Standardisierungsaktivitäten ASAM, MSR, AUTOSAR, HIS, SAE ...?
Anforderungen und Potenziale bei der IT-seitigen Umsetzung in der Prozesskette.
Sucess Stories und quo vadis.

Anwesend werden Vertreter von Zulieferern und OEM sein, die Erfahrungen mit den Standards MSR, ASAM und STEP haben.



Firmenübergreifender Engineering Change Management Prozesse - Erfahrungen und Ausbaupläne

Die Beherrschung der Änderungsprozesse wird immer mehr zum kritischen Erfolgs-faktor bei vernetzten Kooperationen in der Automobilindustrie. Zulieferer werden heute frühzeitig in die Entwicklung und Planung einbezogen. Die Projektgruppe ECM von VDA und ProSTEP iViP Verein hat Lösungen für unternehmensübergreifende Engineering Change Request Prozesse entwickelt und als VDA Empfehlung veröffentlicht.

Basierend auf den Erfahrungsberichten im Vortrag „Änderungsanträge digital kommunizieren“ sollen Erfolgsfaktoren möglicher Implementierungen firmenübergreifen-der Änderungsprozesse im Workshop ergänzt und diskutiert werden. Ziel des Workshops ist es, die Nutzenpotentiale mit den Workshopteilnehmern zu erörtern, die für eine Unterstützung der ECM-Phase „Problemmanagement“, d. h., der auslösenden Prozessphase eines Änderungsvorhabens, sowie der Phasen „Änderungsbeauftragung“ (Engineering Change Order) mit Integration in Produktstruktur und Stückliste sowie „Änderungsbestätigung“ (Notification) eine Rolle spielen.



Knowledge-based Engineering im unternehmensübergreifenden Entwicklungsprozess

Die parametrischen und featurebasierten 3D-CAD-Systeme entwickeln sich derzeit zunehmend zu Systemen, mit denen Wissen gespeichert, verarbeitet und verteilt werden kann. Diese CAD-Systeme integrierten leistungsfähige Funktionalitäten aus dem Bereich der wissensbasierten Systeme und Methoden des Knowledge-based Engineering (KBE). Dabei werden sich die Anwender zunehmend den vielfältigen Potentialen von KBE in ihren Entwicklungs-, Konstruktions- und Fertigungsprozessen bewusst.

Im Workshop wird der Stand der Technik der Wissensintegration im Bereich der 3D-CAD Systeme dargestellt. Dabei werden KBE-Methoden mit ihren Kernelementen vorgestellt und diskutiert. Weiterhin wird im Workshop das Thema erörtert, inwieweit sich die steigende Vielfalt an KBE-Methoden und Funktionalitäten beherrschen lässt. Diese Vielfalt entsteht durch die stetig steigenden KBE-Funktionalitäten der CAD-Systeme und eine damit verbundene zunehmende systemspezifische Entwicklung.

In den Unternehmen werden derzeit KBE-Methoden eingeführt, um firmeninternes Rationalisierungspotential zu erschließen. Im Workshop wird die Frage diskutiert, ob und wie sich diese Potentiale auch unternehmensübergreifend erschließen lassen. Dabei sollen Möglichkeiten aufgezeigt und erarbeitet werden, wie das KBE-Potential firmenübergreifend genutzt werden kann ohne dabei die schutzwürdigen Rechte der Entwicklungspartner (Intellectual Property) zu verletzen. Ein weiteres Ziel des Workshops ist die Ermittlung von Anforderungen an bzw. von Möglichkeiten für die Harmonisierung der verschiedenen KBE-Ansätze.

 

 

Austausch von Visualisierungsdaten in der Praxis


Die Visualisierung von Produktdaten gewinnt immer mehr an Bedeutung, begründet durch ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis und breites Anwendungsspektrum der erforderlichen Applikationen. Anwendungsgebiete liegen z.B. in der Fertigungsvorbereitung und –simulation, aber auch im Marketing. Einer der Schwerpunkte ist die Unterstützung der Zusammenarbeit in der Produktentwicklung. Daher wurde innerhalb des ProSTEP iViP Vereins die durch den Verein und den VDA geförderte Projektgruppe Collaborative Product Visualization (CPV) - Unternehmensübergreifende Kooperation durch den Einsatz von 3D-Visualisierungsdaten - gegründet. Als Ergebnis wird eine VDA-Empfehlung für den firmenübergreifenden Austausch von Daten zur Visualisierung erstellt.

Dazu werden die Ist-Prozesse zwischen OEMs und Zulieferern aufgenommen und analysiert, um einen Referenzprozess auszuarbeiten. Ziel ist die Harmonisierung des Austauschs von Visualisierungsdaten durch einen Referenzprozess unabhängig von verwendeten CAD-Systemen.

Daraus ergeben sich mehrere interessante Diskussionspunkte, die auch zur Validierung und Ergänzung erster Ergebnisse der Arbeitsgruppe beitragen sollen. Der Workshop richtet sich insbesondere auch an Unternehmen, die noch nicht am Projekt CPV teilnehmen. Zu den Fragen gehören u. a.

  • Welche Szenarien gibt es in der firmenübergreifenden Zusammenarbeit?
  • Wie würde sich ein idealer Prozess zum Austausch der Visualisierungsdaten prinzipiell gestalten?
  • Wie ist die Datensicherheit zu gewährleisten?
  • Welche Formate finden in den Prozessen für MCAD und ECAD Anwendung?
  • Wo liegen die Vor- und Nachteile?
  • Welche Eigenschaften hat das ‚ideale Datenformat’ für den Austausch von Visualisierungsdaten?
  • Auf welche Weise unterstützen die Visualisierungsdaten das kollaborative Projektmanagement?



Datenaustausch in der Zuliefererkette


Kontext
Das Zulieferer-Konzept ist keine neue Erfindung. Es existiert de facto in jedem Unternehmen, daß Produkte mit Hilfe einer Zuliefererkette entwirft und fertigt. Die Integration der Zuliefererkette ist ein Schlüsselprozeß in jeder Firma mit dem Ziel, sie so effektiv wie möglich und profitabel zu gestalten. Die Umsetzung der Zusammenarbeit über die Zuliefererkette hinweg mit ihren Werkzeugen, ihren Methoden, den Organisationsformen und deren Verwaltung muß in jeder Phase des Produkt-Lebenszyklusses bedacht und sichergestellt werden.

Herausforderungen
Der Kostendruck auf die Zulieferer, die Unterstützung von Produktänderungszyklen, die frühe Einbeziehung des Zulieferers in den Entwicklungsprozeß und der Schutz von eigenen Informationen über globale Prozesse hinweg sind für die Unternehmen wesentliche Herausforderungen. Werte verschieben sich – Verantwortungen werden vom OEM an den Zulieferer transferiert. Diese Herausforderungen in den Griff zu bekommen ist der Schlüssel zum Erfolg.

Was bedeutet das für den CATIA V5 Datenaustausch?
Speziell wenn das ‘Relational Design’-Konzept in den Unternehmen mehr und mehr Anwendung findet, ist der konsistente Austausch von Daten wichtig. Verschiedene Methoden können dabei helfen, jede mit eigenen Vorteilen bei der Anwendung.

Der Workshopinhalt
Der Workshop geht auf die Basisanforderungen an einen Datenaustausch mit der Zuliefererkette ein und liefert dann konkrete Vorschläge über Wege und Methodiken, die im Zusammenhang mit CATIA V5 berücksichtigt werden sollten. Die Virtual Co-Location und Engineering Package Exchange Lösungen und ihre Auswirkungen auf den Datenaustausch werden vorgestellt und können mit den Vortragenden diskutiert werden!

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