ProSTEP iViP Association - Track3

ProSTEP iViP Symposium 2008

Track 3/1
Heterogenes CAD Datenmanagement in der Fahrzeug- und Systementwicklung

Jürgen Kamp, Webasto AG
Thomas Jakob, PTC Parametric Technology GmbH

Abstract
Webasto ist ein global agierender Zulieferer für Dach- und Temperaturmanagementsysteme für Automobilindustrie. Das Unternehmen ist in 43 Ländern der Erde mit eigenen Niederlassungen oder über Vertriebspartner vertreten und beliefert praktisch alle Hersteller von PKWs und Nutzfahrzeugen.

Da Webasto verschiedenste OEMs beliefert, sieht sich das Unternehmen gezwungen, unterschiedliche CAD Systeme vorzuhalten, um Daten nach herstellerspezifischen Vorgaben bereitstellen zu können. Im Einzelnen sind dies Catia V4, Catia V5, I-DEAS sowie Unigraphics NX. Die CAD-Datenverwaltung erfolgte lange Zeit über proprietäre EDM-Lösungen und teilweise auch über einfache File-Systeme.

Um eine über alle CAD-Systeme hinweg konsistente Lösung bereitstellen zu können, und Änderungsauswirkungen auf verwandte Produkte schneller abschätzen zu können, wurde im Jahr 2007 entschieden, die proprietären EDM-Umgebungen durch eine Direktintegration in eine zentrale PLM-Umgebung abzulösen. Nach eingehender Prüfung verschiedener Systeme fiel die Entscheidung für die PLM-Plattform Windchill von PTC, die bereits seit 2001 für das gesamte Freigabe- und Änderungsmanagement, die Stücklistenverwaltung und die Teileklassifikation sowie Online-Konstruktionsabstimmungen zwischen den weltweiten Entwicklungsstandorten von Webasto eingesetzt wird. Im Rahmen von Windchill steht nun ein echtes Multi-CAD Datenmanagement zur Verfügung, mit dem Catia V4, Catia V5, I-DEAS und NX Daten als Windchill-Objekte im Kontext heterogen verwaltet werden können.

Präsentation
PDF Dokument, size, 1,3 MB



Track 3/2

Reliability & Maintainability in der Produktentwicklung: Kernelemente effizienter Betriebs- und Servicekonzepte
Harald Knetsch, Emhart Teknologies
Ulrich Reetz, Life Cycle Engineers GmbH

Abstract

Ausgangssituation: Neben den Investitionskosten für Produktionsanlagen wird bei der Beschaffung seitens der Automobilhersteller vermehrt auf eine hohe Verfügbarkeit bei minimalen Ausfallkosten der zu beschaffenden Produktionsmittel geachtet. Es werden verstärkt Nachweise über das Betriebsverhalten, die Zuverlässigkeit und Wartbarkeit (R&M) sowie die zu erwarteten Betriebskosten (Life Cycle Costs) von Produkten verlangt. Ebenso werden die Hersteller aufgefordert Methoden und Tools eines effektiven R&M in die Entwicklungsprozesse Ihrer Produkte zu integrieren.

Der Beitrag basiert auf den Erfahrungen beim Einführen von R&M Konzepten in die Entwicklungsprozesse eines Herstellers von komplexen Mechatronik Produkten mit einem hohen Softwareanteil. Folgende Aspekte werden beschrieben:

Ausblick

Zusammenfassung Der Beitrag stellt einen praxiserproben Ansatz zum Einführen eines effizienter R&M Prozesse in die Produktentwicklung dar. Das Ziel ist es, R&M eng mit den schon vorhanden Prozessen und Methoden in der Produktentwicklung wie z.B. APQP, PLM, Virtuelle Produktentwicklung, Simulation, FMEA zu integrieren.

Präsentation
PDF Dokument, size, 2,8 MB



Track 3/3
CAD-Integration im unternehmensweiten PEP PDM Backbone

Peter Spies, BMW AG
Dr. Atish Biswas, Cirquent GmbH

Abstract

Die aktuelle Produktoffensive bei gleichzeitig steigender Komplexität und wachsenden Produktanforderungen stellen BMW vor eine große Herausforderung. Um die anspruchsvollen Ziele erreichen zu können, wird bei BMW ein PDM Backbone auf Basis von SAP PLM im Produktentstehungsprozess eingeführt. Hierdurch werden alle Daten des Produktes von der frühen Phase an durchgängig im gesamten Unternehmen verfügbar gemacht. Durch die Konfigurierbarkeit des Produktes im PDM System ist es nun möglich, eine extrem große Variantenvielfalt hinsichtlich verschiedenster Aspekte zu beurteilen.

Die CAD-PDM - Integration verbindet hierbei die CAD-Systeme mit dem Backbone und macht die Geometriedaten in der zentralen Produktstruktur im Unternehmen verfügbar. Gleichzeitig kann der Konstrukteur auf alle relevanten Daten des Produktes in der jeweils aktuellsten Fassung auf einfache Weise zugreifen. Durch PEP PDM werden neue Prozesse möglich, die zur Erreichung der Ziele von BMW erforderlich sind. Diese Prozesse sind in gleicher Weise auch extern beim Partner umsetzbar. Hierzu ist ein transparenter und gesicherter Zugriff auf die Daten über ein Web-Portal sowie einem Offline-Client auch außerhalb von BMW möglich.

Die Umsetzung erfolgt mit einem hohen Anteil an Standards. Als Basis wird mit der iPPE von SAP PLM eine Standardsoftware verwendet. Auch für die Individualanteile setzt man auf offene Standards. So baut der Kern der Integrationsanteile auf PLM Services XML auf. Hierdurch wird die langfristige Wartbarkeit bei gleichzeitiger Flexibilität für zukünftige Neuerungen erreicht.

Die Lösung befindet sich aktuell im Roll-Out für erste Fahrzeugprojekte.

Präsentation
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